Feldkirchen-Westerham – Im Kupferbachtal gibt es nicht nur das bayerische Löffelkraut, sondern auch seltene Amphibien wie Feuersalamander oder Gelbbauchunke. Ihr Lebensraum ist ein Quellbach, dessen kalkhaltiges Wasser typische Sinterterrassen bildet.
Durch Baumfällarbeiten im Winter wurde der Lebensraum Bach stark beeinträchtigt. Viele, vor allem kleine Fichtenzweige, behinderten den Wasserlauf. Zudem tragen die lange im Feuchten liegenden Fichtenzweige zu einer Versauerung des Gewässers bei und stören die Versinterung. Daher fand sich kürzlich eine Gruppe von Engagierten zusammen – darunter Eigentümer, der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz – mit dem Ziel, den Quellbach wieder frei zu räumen. Zuerst mussten alle ihre Gummistiefel desinfizieren, um die empfindlichen Amphibien nicht mit einer sich ausbreitenden Pilzerkrankung zu gefährden. Sie ist für Feuersalamander tödlich und hat sich in wenigen Jahren von den Niederlanden bis nach Bayern ausgebreitet. Es wird befürchtet, dass diese ohnehin bedrohte Art dadurch hier aussterben könnte.
Einige Helfer hatten das Glück, eine Salamanderlarve zu sehen. Es bleibt die Hoffnung, dass dank der Maßnahme an den Sinterterrassen Feuersalamander sowie weitere seltene Tiere und Pflanzen wieder ihr artgerechtes Zuhause finden. Wichtig ist es, den Lebensraum so wenig wie möglich zu stören, damit die heimische Tier- und Pflanzenwelt noch lange erhalten bleibt.