„Die Zeit des Schweigens ist vorbei“

von Redaktion

Bruder Paulus predigt bei Wallfahrt des katholischen Männervereins Tuntenhausen

Tuntenhausen – Die Frühjahrswallfahrt des katholischen Männervereins Tuntenhausen begann mit einem Festgottesdienst in der Basilika. Diesen zelebrierte Bruder Paulus Terwitte auf eindrucksvolle Weise und machte den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis. Der Kapuzinerbruder leitet das Kloster St. Anton in der Isarvorstadt in München. Sein breites Interesse für gesellschaftliche Fragen zeigt sich auch in seinem Engagement als Buchautor und Fernsehmoderator. Im Sinne der Mission der Kapuziner berät Bruder Paulus Einzelpersonen, Stiftungen und Unternehmen, wie sie Werte entdecken, pflegen und im Alltag umsetzen können.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Richard Basta Staatsminister Dr. Florian Herrmann, seinen Stellvertreter Otto Lederer, Bürgermeister Georg Weigl und Prinz Dr. Erich von Lobkowicz. Die Verbindung von Kirche und Politik wurde durch die Lesungen von Annemarie Biechl und Dr. Florian Herrmann deutlich. In seiner Predigt erzählte Bruder Paulus von den Erlebnissen mit seiner Großmutter, die ihm immer wieder Schutz und Trost gewährte. Er sprach über die ersten Christen in Rom, die sich als Minderheit in der Millionenmetropole behaupten mussten und über die Kraft der Virgo Potens. Nach seinen Worten ist die Vielfalt das Markenzeichen der Christen. „Die Zeit des Schweigens ist vorbei“, sagte er mit kraftvoller Stimme. Seine Predigt endete mit dem Ratschlag: „Wenn alle vom Untergang reden, müssen wir nach neuen Schritten und Wegen suchen.“

Otto Lederer las anschließend die Fürbitten vor. Globale Gerechtigkeit, Frieden und ein Ende des Waffeneinsatzes im Nahen Osten und in der Ukraine waren die Anliegen. Das Schlusslied, „Wir wollen alle fröhlich sein“, wurde zu einem besonderen Ereignis. Die letzten drei Strophen sang Bruder Paulus alleine, während er im Kirchenschiff auf und ab ging.

„Wir haben heute einen spannenden Gottesdienst erlebt“, sagte Pfarrer Basta am Ende. „Mit deinen Worten hast du uns viel Motivation mit auf den Weg gegeben“, so Basta. Anschließend fand im Gasthaus Schmid die Kundgebung mit Dr. Wolfram Weimer statt. ws

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