Trotz der inzwischen wenigen Blüten herrliche Wanderung

von Redaktion

Obst- und Gartenbauverein Feilnbach-Wiechs-Litzldorf erfreut Gäste mit zwei Touren

Bad Feilnbach – Die Natur schreibt ihre eigenen Regeln und bestimmt ihren Kreislauf. Diese Tatsache musste die Bad Feilnbacher Kur- und Gästeinformation als Veranstalter anlässlich der Blütenwanderung erfahren, die witterungsbedingt um eine Woche verschoben werden musste. Die vorab üppig blühende Landschaft bis Mitte April verwandelte die Obstgärten in leuchtendes Grün. Der Obst- und Gartenbauverein Feilnbach-Wiechs-Litzldorf erlebte als Ausrichter dennoch einen erfolgreichen Tag mit zwei geführten Wandertouren entlang saftiger Streuobstwiesen.

Besonders schwärmten die Teilnehmer der beiden Gruppen, die auf einer Wegstrecke von etwa sechs Kilometern wandelten. Neben landschaftlichen Reizen gab es Wissenswertes über Bad Feilnbachs Geschichte, Künstler, Landschaft, Natur und die drei bedeutenden Flüsse Jenbach, Osterbach und Fulinpach (Feilnbach) als eigentlicher Namensgeber des Ortes unterm Wendelstein.

Als Wanderführer des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins fungierten Michael Litzlfelder senior, Gerti Seebacher und Bad Feilnbachs Apfelkönigin Regina II.. Sie legten den Schwerpunkt auf den traditionsreichen Obstanbau mit der hingabevollen Pflege und den Erhalt der Streuobstwiesen. Dazu gehörte die „Feilnbegga Zwetschge“, deren Tradition erstmals im 15. Jahrhundert durch den damaligen „Schlossbauern“ schriftlich erwähnt wurde. Die Obstbäume dieser Steinfrucht überdeckten reichhaltig den heutigen überbauten Ortskern zwischen den Ortsteilen Kronwitt im Osten und Feilnbach im Westen.

Auch über die verschiedenen Witterungseinflüsse, wie ein sehr eisiger Winter 1956, der zerrissene und komplett zerstörte Zwetschgenbäume hinterließ oder auch schwere Hagelschläge, die unzählige Obstgärten vernichteten, wusste Litzlfelder zu erzählen. Sein Wissen beruht in erster Linie aus Erzählungen seiner Eltern und Großeltern, die sich über viele Generationen mit Obstanbau beschäftigen. Seine Leidenschaft war steter Begleiter durch die Obstbauregionen von Altofing, Malerwinkel, Kutterling, Heilholz und Wiechs mit ihren stattlichen Baumbeständen. Die kurzweilige Reise auf Schusters Rappen endete am „Bochofen“-Festplatz an der Flurstraße in Wiechs. Dort empfingen Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins die „Streuobstwiesen-Wanderfreunde“ mit Brotzeiten und Getränken – zum seit langem wieder stattfindenden „Blütenfest“. Beim Fest warteten sodann sechs Prinzessinnen auf ihre Apfelkönigin und überraschten die Gäste mit ihren heiteren Versen. pes

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