Mahner für Frieden, Freundschaft und Freiheit

von Redaktion

Jahrestag vor der Harthauser Friedenskapelle in würdigem Rahmen begangen

Bad Aibling – Freundschaften und Friede gelten als kostbare Güter in Übereinstimmung von Herz und Gegenseitigkeit. Diese Gedanken richtete Pater Atanasius Meitinger OT (Deutscher Orden) in seiner ansprechenden Predigt an die Gläubigen vor der Friedenskapelle in Harthausen. Anlass war der traditionsgemäße Jahrestag den die Ortsgemeinschaften Harthausen, Zell und Lohholz feierten. Den Gottesdienst bereicherte gesanglich die Lyra Lohholz unter der Leitung von Susi Sedlbauer mit der Deutschen Messe von Annette Thoma.

Ein buntes Bild malten Fahnen und Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Harthausen und Mietraching sowie die Veteranen-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Bad Aibling und der Veteranen- und Kriegerverein Ellmosen-Harthausen vor der Kapelle, die vor 101 Jahren erbaut wurde. Ihre Verbundenheit von kommunaler Seite bekundeten Bürgermeister Stephan Schlier und Altbürgermeister Felix Schwaller. Klangvolle Begleiter beim Kirchenzug und abschließenden Festzug war die Dreder Musi, die beim Libera das Lied vom „Guten Kameraden“ erklingen ließe. Die Gemeinschaft, der sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger anschlossen, gedachte den verstorbenen Erbauern und Bürgern sowie den Opfern der beiden Weltkriege, die an den Fronten gefallen waren, immer noch vermisst werden oder schwer verwundet in ihrer angestammten Heimat den Lebenden im Tode vorausgingen.

In seiner Laudatio erinnerte Bad Aiblings Rathauschef an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 106 Jahren und des Zweiten Weltkriegs vor 79 Jahren mit all den Toten und unermesslichen Leid als Folge. Mit Blick auf die unfassbaren und schrecklichen Bilder des Krieges auf europäischen Boden in der Ukraine, den Auseinandersetzungen zwischen Israel und Hamas im Gazastreifen sowie Kriegswirren und Gewalt weltweit, dürfe sich das Leid nicht wiederholen.

Auch in der Bundesrepublik seien angesichts aktueller Nachrichten in allen Medien der Friede, Freundschaft und Freiheit brüchig geworden, so Schlier in seinen abschließenden und mahnenden Worten. Als äußeres Zeichen des Erinnerns und der Ehre gegenüber den Opfern von Kriegen, Gewalt und Terror legten Schlier und Rass einen Kranz nieder. pes

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