Opfer bringen für den Nächsten

von Redaktion

Feuerwehr Au begeht 150-jähriges Jubiläum – Offizielle Feier im August

Au – Seit 150 Jahren gilt bei der Feuerwehr Au der Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. In einer internen Feier erinnerten 80 aktive und passive Mitglieder sowie die Jugendfeuerwehr am Gedenktag des Märtyrers und Schutzpatrons aller Feuerwehren, dem heiligen Florian von Lorch, an die offizielle Gründung am 3. Mai 1874. Groß gefeiert wird im Beisein der Öffentlichkeit im August. Beginn der Feierlichkeiten ist am Freitag, 2. August, mit Bieranstich und Feuerwehr-Dreikampf. Ein Dorffest mit Familientag findet am Samstag, 3. August, statt. Der 4. August steht als Festsonntag ganz im Zeichen des Jubiläums. Zum ausklingenden Kesselfleischessen am Montag, 5. August, werden nochmals zahlreiche Besucher erwartet.

Es war ein würdiger und überschaubarer Rahmen, in dem die Jubelfeuerwehr mit Fahnenabordnungen und Mitgliedern der Auer Ortsvereine sowie Kameraden vom Patenverein der Feuerwehr Dettendorf mit einem würdevollen Gottesdienst den gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden gedachten. Der Patenverein Feldolling war terminbedingt entschuldigt. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Auer Musi. Den Worten von Pater John, Geistlicher der Pfarrei St. Martin Au, Kematen-Dettendorf, zufolge bedeute Feuerwehrdienst, „Opfer bringen für den Nächsten und gleichzeitig Jesus Christus einen Dienst zu erweisen.“ Die Freiwilligkeit sei dabei ein Doppelgewinn bei Gott.

Als äußeres Zeichen und besondere Ehre für ihre verstorbenen Kameraden legten Kommandant Marinus Astner und Feuerwehrvorsitzender Martin Riedl am Friedenskreuz im Auer Kirchenfriedhof eine geschmückte Blumenschale nieder. Beim Lied vom „Guten Kameraden“ der Auer Musi senkten sich die Fahnen der Ortsvereine und es ertönte ein Böllersalut. Beim geselligen Beisammensein im Feuerwehrhaus ließen Vorsitzender Martin Riedl und Kommandant Marinus Astner die Geschichte des Auer Feuerwehrwesens in kurzen Umrissen noch einmal Revue passieren.

Martin Riedl, Nachfolger des kürzlich verstorbenen Christian Botz, ist der 14. Vorsitzende, der mit viel Verantwortung das Vereinsleben in der Auer Wehr mitgestaltet. Vom Gründungsjahr bis 1886 leitete der damalige Auer Bürgermeister Josef Schlemer die Geschicke in der Wehr. Erster Kommandant von 1874 bis 1889 war Josef Gasteiger. Sowohl Vorsitzende mit ihren Vorständen als auch Kommandanten zählten in den darauffolgenden Jahren zu den wegweisenden Führungskräften, die nicht nur auf unzählige und stets bereite Einsatzkräfte stolz waren, sondern sich auch technisch am jeweiligen Standard orientierten.

Die Chronik berichtet 1863 über den Bau eines ersten Spritzenhauses, das 100 Jahre lang seinen Dienst tat und angesichts fortschreitender Weiterentwicklung an Fahrzeugen, Ausrüstung und Technik zu klein wurde. 1966 wurde ein neues Gerätehaus mit Schlauchturm seiner Bestimmung übergeben. Im November 2000 folgte der Einzug in die Halle des jetzigen Feuerwehrgerätehauses. Auch in Sachen Fahrzeug, Ausrüstung und Technik ist die Auer Feuerwehr bestens ausgestattet. Auf hohem Niveau befindet sich auch die Ausbildung und Einsatzbereitschaft. Die Zukunft sichert die Jugendfeuerwehr, die 1994 erstmals in den Annalen aufgeführt ist.

150 Jahre heißt, von Anfang an für den Bürger präsent sein. Garanten dafür sind und waren die vielen Aktiven, die in Verantwortung und Ehrenamt ihren Dienst rund um die Uhr verrichten und denen aller Respekt gebührt, wie Riedl und Astner bekräftigten. Vergessen hatten die Führungsspitzen auch nicht die vielen Ehefrauen, die ihren Feuerwehrmännern bei Übungen, Einsätzen und Nachbesprechungen den Rücken freihalten.

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