Niederlage hallt noch nach

von Redaktion

Vier Monate liegt die Bürgermeisterwahl von Bad Feilnbach zurück. Beim CSU-Ortsverband war die Niederlage Anton Wallners noch einmal Thema.

Bad Feilnbach Möglicherweise hatte auch das für alle überraschende Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 14. Januar die vielen Mitglieder mobilisiert, sich zur Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands Bad Feilnbach-Au im großen Saal des Cafés „Stefanies“ einzufinden – in dem Bewusstsein, dass demokratisches Engagement gefragt ist, wenn selbst bei einer Bürgermeisterwahl mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Leben in der Gemeinde nur 58 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben.

Der im Februar 2023 neu gewählte Ortsvorstand, unter der Leitung des Vorsitzenden Martin Huber, blickte auch abgesehen von der Bürgermeisterwahl auf ein ereignisreiches Wahljahr zurück. Vor der Land- und Bezirkstagswahl am 8. Oktober war zahlreiche Polit-Prominenz zu Besuch gewesen: Staatsministerin Michaela Kaniber, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und auch Ministerpräsident Markus Söder, der sowohl zur 150-Jahr-Feier der Feuerwehr Bad Feilnbach sprach, als auch den Apfelmarkt eröffnete. Der Ortsverband hatte am 13. September eine Jungwähler-Veranstaltung auf die Beine gestellt, bei der Erstwähler einen Überblick über die zur Wahl stehenden Parteien und den Wahl-O-Mat vorstellten. Klaus Stöttner, Kreisvorsitzender der CSU, hatte im direkten Gespräch von seinen Erfahrungen als ehemaliger Landtagsabgeordneter erzählt.

Stöttner war auch bei der Jahreshauptversammlung anwesend und folgte einem Resümee von Anton Wallner zu seinen sechs Jahren im Amt des Bürgermeisters. Aufgeräumt und dankbar („war mir eine Ehre“) gab Wallner Einblicke, wie er beispielsweise Umweltthemen pragmatisch und ohne Ideologie habe voranbringen können. Eine generelle Herausforderung sei, dass manche Bürger zwar Transparenz einfordern, dann aber beispielsweise nicht die zu diesem Zweck professionell erstellte Gemeindezeitung lesen. Das verbreitete mangelnde Interesse für Gemeindearbeit wurde auch in der aktiven allgemeinen Aussprache angesprochen.

Klaus Stöttner berichtete von Unverständnis in anderen Gemeinden, warum einer der besten Bürgermeister des Landkreises abgewählt worden sei.

Fraktionssprecher Martin Kolb richtete dann den Blick nach vorne und kündigte an, in der CSU-Fraktion das Werk Wallners fortführen zu wollen. Dabei werde sich die Fraktion in der Sache konstruktiv kritisch und sehr aktiv für die Gemeinde einsetzen. Er rief die Mitglieder auf, Themen aus dem Gemeinderat weiterzutragen und sich einzubringen. Er und Martin Huber zeigten sich sehr erfreut über den Eintritt von sieben Neumitgliedern, die sich und ihre Motivation vorstellten.

Nach der Wahl der Delegierten für die nächste Bundestagswahl folgten die Ehrungen von Vitus Gasteiger und Rupert Lienert für jahrzehntelange, nicht immer unkritische, Mitgliedschaft. Junge Neumitglieder und alte Hasen ließen zum Schluss eine lebhafte Mitgliederversammlung mit gutem Austausch harmonisch ausklingen.

Schon bald gibt es Gelegenheit, diesen fortzuführen: beim nächsten CSU-Stammtisch am Dienstag, 28. Mai, um 19 Uhr im Gasthof Weingast in Kematen. Der Ortsverband freut sich über alle politisch Interessierten, die mitdiskutieren wollen.

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