Tuntenhausen – Viele aufmunternde Worte gab es bei der Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbandes Schönau-Tuntenhausen, aber auch viele Tipps zum Brandschutz. Vorstand Theresia Englhart konnte zahlreiche Mitglieder in der Mehrzweckhalle in Schönau begrüßen, darunter Ehrenmitglied Ferdinand Edfelder und die gemeindliche Seniorenbeauftragte Erika Zimmert.
Der Mensch lebt
von Beziehungen
Englhart dankte allen Helfern der Herbstsammlung des VdK für das abermals gute Ergebnis. „Wir werden nach Taten gemessen und nicht nach Worten“, betonte die Vorsitzende.
Diakon Bernd Stephan stellte in seinen Grußworten der Pfarrei die Nächstenliebe heraus: Der VdK ist eine Bereicherung, denn er führt Menschen zusammen und bekanntlich lebt der Mensch von Beziehungen. Er ermunterte alle Anwesenden, nicht den Kopf in den Sand zu stecken.
Maria Breuer als Gemeindevertreterin war von dem stattlichen Mitgliederbesuch bei dieser Jahreshauptversammlung angetan und lobte die Menschlichkeit und den Zusammenhalt im VdK. Anschließend präsentierte Theresia Englhart einen ausgeglichenen Kassenbericht und Schriftführer Klaus Hengstberger zeigte die Aktivitäten des vergangenen Jahres auf.
Marianne Keuschnig, die Kreisvorsitzende des Kreisverbandes VdK, ging im Bericht des Kreisverbandes auf die Armut im Lande ein. Die täglichen Nachrichten zeigen Krieg, Hunger und Elend. „Aber auch bei uns sieht man immer mehr Menschen, die Flaschen sammeln und kaum genügend Geld haben“, so die Kreisvorsitzende mahnend, und offenbarte alarmierende Zahlen. Die Armutsgefährdungsgrenze liegt nach ihren Worten in Bayern bei 1286 Euro, 15,8 Prozent der Bürger sind armutsgefährdet. „Der Regelsatz Hartz IV liegt deutlich unter der Armutsgefährdungsgrenze“, betonte sie. Fast jeder fünfte Mann und jede vierte Frau sind armutsgefährdet. Endlich, so Keuschnig, wird die VdK-Forderung nach einem Zuschlag von 4,5 Prozent beziehungsweise 7,5 Prozent auf die Erwerbsminderungsrente ab 1. Juli umgesetzt. Über 145000 Personen in Bayern mussten diese Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Anspruch nehmen. Viel bedenklicher ist aber, dass 60 Prozent der Berechtigten gar keine Anträge stellen. „Teils aus Scham oder weil ihnen die überbordende Bürokratie einfach zu groß ist“, so die Kreisvorsitzende. Deshalb fordert der VdK nicht nur einen Abbau der Bürokratie, sondern auch Schutz vor Wuchermieten, faire Löhne und eine Aufstockung der Sozialleistungen sowie eine Festschreibung der Renten bei 53 Prozent.
Stattliche Anzahl
von Ehrungen
Klaus Hengstberger gab anschließend einen kurzen Abriss über den Brandschutz bei Senioren. Er zeigte die Nutzung von Rauchmeldern, die seit 2018 in allen Wohnungen vorgeschrieben sind, auf, und die Wichtigkeit von Feuerlöschern und einer Löschdecke.
Anschließend nahm Marianne Keuschnig zusammen mit Susi Preissinger die Ehrung einer stattlichen Anzahl an Mitgliedern vor.