Den edlen Tropfen auf der Spur

von Redaktion

Sechs Obstbrennereien beteiligen sich an fünfter Auflage von „Bad Feilnbach brennt“

Bad Feilnbach – Die fünfte Ausgabe von „Bad Feilnbach brennt“ war für viele Besucher, darunter Gäste, die derzeit ihren Urlaub in der Kommune verbringen, erneut eine Genusstour der besonderen Art. Sechs Edelbrenner öffneten am Sonntag, 26. Mai, ihre Destillen und ließen sich bei der Herstellung flüssigen Obstes in gebrannter Form über die Schulter schauen.

Anlaufstellen waren die Obstbrennereien der Familien Balthasar Höfer am Ulpointhof in Litzldorf, Gerti und Christian Seebacher vom Meisterhof in Wiechs, Simon Eder am Wachingerhof und Familie Balthasar Müllauer vom Moarhof, alle in Bad Feilnbach, der „Moar“ mit Monika und Martin Mayer in Lippertskirchen sowie Annemarie und Michael Grimm in Gottschalling bei Au. Begleiterinnen waren Bad Feilnbachs Apfelkönigin Regina II. und ihre Prinzessinnen als Repräsentantinnen regionalen Obstanbaus.

An den jeweiligen Stationen gab‘s für die Besucher reichlich Infos über Streuobstwiesen, Obstsorten und der Kunst, aus naturbelassenen Früchten ein hochwertiges Genussmittel zu erzeugen. Zur Vertiefung erlangter theoretischer Kenntnisse verfolgten einige Besucher mit Spannung die Brennprozesse von Vorlauf bis zum genießbaren Destillat.

Sie erfuhren aber auch Wissenswertes über Brennrechte, Kontingentierung, Besteuerung, Bürokratie und viele andere behördlichen Auflagen. Allerdings seien die zunehmenden Herausforderungen kein Grund, die Leidenschaft zur Brennerei, die seit Generationen betrieben wird, aufzugeben. Letztendlich leiste das Brennereiwesen seinen Beitrag zur Pflege und Erhalt der Streuobstwiesen, wie die Edelbrandhersteller einhellig erklärten.

Den Aktionstag bereicherte ein attraktives und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. In Hofläden lockten vielfältige heimische Produkte aus Obst, Honig sowie Liköre und Schnäpse und andere Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Garten. Verschiedene Musikgruppen sowie am Ulpointhof eine Schnoizergruppe sorgten für Stimmung und bereicherten das Ambiente zum Verweilen bei Brotzeit und kühlendem Getränk oder Verzehren von leckeren selbst gebackenen Kuchen zur Kaffeestunde.

Bestens bewährt hat sich der Shuttlebus, der die Reisenden kostenlos – vorbei an der beeindruckenden Landschaft – zu den einzelnen Stationen oder in deren Nähe chauffierte. Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität gab es in Litzldorf zum Ulpointhof einen eigenen Bulldogtransfer. Die frühsommerlichen Bedingungen waren für manche Besucher aber auch Anlass, die Destillen mit dem Fahrrad anzusteuern.

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