Bad Feilnbach – Gut 165000 Euro investiert die Gemeinde Bad Feilnbach für die Mittagsbetreuung in den Schulen in Bad Feilnbach und Au. In der Leo-von-Welden-Schule entstehen im Untergeschoss ein Speiseraum und eine Essensausgabe. Nachdem die Entscheidung in der April-Sitzung des Gemeinderats wegen fehlender Informationen vertagt wurde, stimmte das Gremium den Umbauarbeiten nun zu.
Wie berichtet, sorgten die vorliegenden Angebote für einen Durchbruch zwischen dem bestehenden Schüler-Café und der Schulbücherei in Höhe von rund 35000 Euro und das Angebot für die Möblierung in Höhe von rund 130000 Euro ob der Höhe der Kosten für Kopfschütteln bei den Gemeinderäten. Sie forderten mehr Information darüber, was in den Angeboten alles enthalten sei. In der Mai-Sitzung wurden die Angebote nun erläutert. So ist bei einem Sonderbau wie der Schule ein Planer für die Gesamtmaßnahme erforderlich, um die sonstigen Fachplaner wie Statiker und Brandschutz sowie das Landratsamt zu koordinieren. Die geplanten Einrichtungsgegenstände dienen nicht nur der Mittagsbetreuung, sondern resultieren daraus, dass im Erdgeschoss zwei Räume zu einem Aufenthaltsraum und einem Hausaufgabenraum der Mittagsbetreuung umgenutzt werden. Dennoch erschienen die Summen einigen Gremiumsmitgliedern zu hoch. Martin Huber (CSU) hakte bei der Summe von 35000 Euro für den Durchbruch ein: „Das ist zu teuer“, befand Huber. Gerhard Mair (CSU) hielt dagegen, dass dort mehrere Gewerke beauftragt werden müssen: „Günstiger wird’s nicht gehen“, so der erfahrene Bauhandwerker.
Sepp Rauscher (CSU) fiel insbesondere die geplante Spülmaschine ins Auge, die im Angebot mit mehr als 5000 Euro zu Buche schlägt. Nach seinen Recherchen gebe es ein vergleichbares Gerät auch günstiger. Er stellte auch infrage, ob es für die Küche unbedingt einen „Schulmöbelspezialisten“ brauche und diese nicht durch einen anderen Küchenfachmann eingebaut werden könne. Auch Peter Menhofer (ÜW) kam auf die Spülmaschine zu sprechen – auch er habe eine vergleichbare Maschine zu einem deutlich niedrigeren Preis gefunden. „Das ist ein typisches Problem, wenn man öffentlich etwas kauft“, monierte er die seines Erachtens überhöhten Preise bei Vorhaben der öffentlichen Hand. Sein Fraktionskollege Andreas Henfling stieß ins gleiche Horn: „Man bekommt da Preise hingeschmissen und müssen das alles schlucken“, so Henfling.
Nach Auskunft von Bürgermeister Max Singer (ÜW) sei bei den Preisen bereits ein Rabatt verhandelt worden, bei der Spülmaschine werde man versuchen, eine kostengünstigere Lösung zu erzielen. Bezüglich einer möglichen Förderkulisse teilte Singer mit, dass es einen Zuschuss nur für entsprechende Neubauten gebe, Umbaumaßnahmen werden dagegen nicht gefördert. Einstimmig stimmte der Gemeinderat am Ende für die geplante Vorgehensweise und beauftragte die Verwaltung, die Maßnahme weiter zu verfolgen.
Die Kosten von 167506 Euro werden entsprechend der Kostenschätzung in die Haushaltsplanung aufgenommen. kok