Die Gerüchteküche brodelt

von Redaktion

Landmetzgerei Rumpel in Feldkirchen-Westerham soll schließen

Feldkirchen-Westerham – In der Gemeinde Feldkirchen-Westerham geht es aktuell im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst: Denn nach Informationen des Mangfall-Boten sind der Landmetzgerei Rumpel die Räumlichkeiten an der Westerhamer Straße zum 31. Mai aufgekündigt worden. Sowohl der Inhaber des Unternehmens als auch der Besitzer der Immobilie hüllen sich jedoch in Schweigen und wollen diese Informationen gegenüber unserer Redaktion weder bestätigen noch dementieren.

Viele Kommentare
auf Facebook-Post

Ein Facebook-Post mit dem Titel „Wir verlieren unsere Landmetzgerei Rumpel in Feldkirchen“ hatte vor wenigen Tagen in der Gruppe „Bürgerforum Feldkirchen-Westerham“ für Aufruhr unter den Mitgliedern gesorgt: Binnen kürzester Zeit waren dort über 40 Kommentare eingegangen, unter anderem von Gemeindebürgern, die ihr Bedauern über den Verlust eines weiteren Einzelhändlers in der Kommune äußerten. In unserer Redaktion gingen weitere Anrufe von Rumpel-Kunden ein, die nach dem Wahrheitsgehalt des Gerüchts fragten. Vor Ort weist aktuell nämlich nichts darauf hin, dass das Geschäft am heutigen Freitag endgültig schließen muss. Die Auslagen sind mit Fleisch- und Wurstwaren gefüllt, Hinweise auf das Aus, beispielsweise in Form von Plakaten, sind keine vorhanden. Auf Nachfrage beim Personal, ob denn die Gerüchte stimmen, bekommen Kunden zu hören: „Ich darf dazu leider nichts sagen.“ Antworten, die auch der Mangfall-Bote von den beiden beteiligten Parteien erhält. „Ich möchte dazu nichts sagen“, kommentiert Stefan Rumpel, Inhaber der Metzgerei mit Hauptsitz in Bruckmühl, eine Anfrage. „Ich werde dazu keinen Kommentar abgeben“, heißt es seitens des Gebäudebesitzers. Auch Feldkirchen-Westerhams Bürgermeister Johannes Zistl sind die Gerüchte bereits zu Ohren gekommen. Er mische sich aber „nicht in privatrechtliche Mietsachen ein oder nehme gar Einfluss auf die handelnden Personen“. Wobei Zistl aber betont, dass der Verlust von Einzelhandelsgeschäften „besonders bedauerlich“ sei, „vor allem im Zentrum von Gemeindeteilen“. Zistl: „Mit jeder endgültigen Schließung – auch im Falle einer Metzgerei – geht ein Stück dieser Qualität verloren. Deshalb hoffe ich auf baldige Nachnutzung der Ladenfläche, sollte es tatsächlich zur Schließung kommen.“  Zunächst wird aber in den kommenden Tagen wohl die Gerüchteküche weiter brodeln, die Kundschaft der Metzgerei im Unklaren gelassen. Wobei eine Kundin, die ihren Namen aber nicht nennen will, deutlich macht: „Für uns wäre das Aus ein großer Verlust. Denn hier haben wir immer sehr gerne eingekauft.“

Artikel 4 von 11