Solarpark könnte früher kommen

von Redaktion

Tuntenhausener Gemeinderat beschließt Neuaufstellung des Bebauungsplans

Tuntenhausen Im Bereich der erneuerbaren Energien zeigt sich die Gemeinde mit der Realisierung von drei Photovoltaik(PV)-Freiflächenanlagen fortschrittlich. Nach dem Agri-Solarpark in Bach und der PV-Freiflächenanlage in Bichl kommt jetzt der Solarpark Mailling dazu, der kürzlich im Gemeinderat behandelt wurde. In der vergangenen Sitzung wurde die Neuaufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 83 „Solarpark Mailling“ einstimmig beschlossen.

Bauleitplanung
positiv bewertet

Bürgermeister Georg Weigl erinnerte zu Beginn des Tagesordnungspunktes daran, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung im September vergangenen Jahres beschloss, die Flurnummer 1839 der Gemarkung Hohenthann als sonstiges Sondergebiet für Solar in den sich in Aufstellung befindlichen neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde aufzunehmen. Das Planungsgebiet liegt nordöstlich des Weilers Mailling, am Ortsausgang Richtung Schönau. An das geplante Sondergebiet grenzen nördlich und östlich Waldflächen, an allen anderen Rändern Wiesenflächen. Im Westen verläuft die Staatsstraße 2089 mit dem dahinterliegenden Gewerbegebiet der Frischpack GmbH. Nach Weigl sollte die Bauleitplanung ursprünglich erst nach der ersten öffentlichen Beteiligung erfolgen. Durch die bisher durchweg positiven Bewertungen ist nach Weigls Worten aber auch ein früherer Beginn des Verfahrens denkbar. Dazu die Verwaltung: Da ein späterer Start des Verfahrens unverhältnismäßig wäre und besonders die Entwicklung der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien vorangetrieben werden soll, sollte das Verfahren früher als der ursprünglich gefasste Beschluss gestartet werden. Zwischenzeitlich wurde auch schon ein städtebaulicher Vertrag zur Kostenübernahme geschlossen. Das Ingenieurbüro Pongratz GmbH & Co. KG wurde mit der Ausarbeitung des Bauleitplanes beauftragt.

Vorrangiges Ziel des Bebauungsplanes ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu fördern. Das betont auch die Begründung mit Umweltbericht des Ingenieurbüros Pongratz, die herausstellt, dass es für die Kommunen wichtig ist, die Bedürfnisse des Klimaschutzes bereits in der Bauleitplanung aufzunehmen. Deshalb will Tuntenhausen hier die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage schaffen. Das Besondere an dieser Anlage ist, so der Bürgermeister, dass damit der angrenzende Gewerbebetrieb mit Strom versorgt wird. „Die Anlage wird voraussichtlich sechs Megawatt betragen“, ergänzte der Rathauschef.

Module auf fast
66000 Quadratmetern

Derzeit wird die Eingriffsfläche intensiv für die Landwirtschaft als Intensivgrünland genutzt. Die Gesamtfläche des neuen Bebauungsplangebietes umfasst 71652 Quadratmeter. Davon sind 65930 Quadratmeter Modulaufstellfläche, 3255 Quadratmeter Wege und Verkehrsflächen sowie 1363 Quadratmeter Grünflächen. Daneben sind 200 Quadratmeter für ein notwendiges Wirtschaftsgebäude vorgesehen.

Abschließend betonte Bürgermeister Georg Weigl nochmals die Wichtigkeit einer solchen Maßnahme und dass man darauf nicht bis zur ersten Auslegung warten sollte. Seitens der Gemeinderäte wurde das genauso gesehen. Einstimmig beschloss man dann die Neuaufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, billigte den Vorentwurf des Bebauungsplanes und beauftragte auch die Verwaltung mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung.

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