Heufeld – „Für jede Schule ist es von großer Bedeutung, wenn sie Kontakte zur örtlichen und überörtlichen Wirtschaft pflegt. So eine Partnerschaft ist für beide Teile von großem Vorteil“, betonte Rektorin Arabella Quiram gegenüber dem Mangfall-Boten und führte weiter aus: „In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, viele Abschlussschüler in eine Ausbildung zu bringen.“
Zwei neue
Kooperationen
Bisher war die Justus-von-Liebig-Mittelschule bereits Bildungspartnerschaften mit den Firmen „Clariant GmbH“, „Eder GmbH“ und „Das Lindner“ eingegangen. Jetzt kamen mit der Neenah Gessner GmbH und der Bundespolizei Rosenheim zwei weitere Partner hinzu.
In einer Feierstunde in der Theaterhalle wurden in Anwesenheit von Bürgermeister Richard Richter und der Dritten Bürgermeisterin und Schulreferentin Anna Wallner, der IHK-Vertreterin Yvonne dos Santos Campos sowie zahlreichen Lehrkräften von der Schulleiterin und den Repräsentanten der beiden Neuzugänge die Partnerschafts-Urkunden unterzeichnet.
Arabella Quiram wies eingangs darauf hin, dass durch den Kontakt zu den Partnerfirmen nicht nur die starken, sondern auch die schwächeren Schüler vermittelt werden könnten. Dabei komme auch den Lehrkräften eine zentrale Bedeutung zu. „Ihr kennt eure Schüler, könnt sie einschätzen und vermitteln und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, konstatierte sie.
Vor der Unterzeichnung stellten sich die beiden neuen Bildungspartner vor. Ausbildungsleiterin Stefanie Wallner gab einen Überblick über die Produktpalette der „Neenah Gessner GmbH“, die an den Standorten Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham mit rund 700 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 200 Millionen Euro erzielt. Das seit 2022 zum amerikanischen „Mativ-Konzern“ gehörende Unternehmen bildet in sechs verschiedenen Berufen aus und bietet darin auch Praktika an. Stefanie Wallner hob zudem den guten Kontakt zur Justus-von-Liebig-Schule hervor: „Dort kann man immer jemanden anrufen und Unterstützung bekommen.“
Der Erste Hauptkommissar Christian Kneitinger erläuterte die bei der Bundespolizei Rosenheim angebotenen Ausbildungsberufe für die insgesamt acht Werkstätten im Einsatzbereich. Ausbildungsleiter Björn Whistling lieferte hierzu nähere Informationen.
Anschließend berichteten die bereits bestehenden Bildungspartnerfirmen über die positive Zusammenarbeit mit der Justus-von-Liebig-Schule und gaben Einblicke in die jeweiligen Unternehmen und deren Berufsbilder. Maria Obermeier, Ausbildungsleiterin der „Eder GmbH“, erwähnte dabei unter anderem die Teilnahme an der Azubi-Messe und die Durchführung von Karrieretagen und Betriebsbesichtigungen für Schüler. Ihr Pendant bei der Firma „Clariant“, Dr. Katharina Kniep, betonte das Miteinander in der Partnerschaft und stellte fest: „Wir haben spannende Projekte.“
Jost Deitmar, Geschäftsführer des Hotels „Das Lindner“, nannte als Voraussetzung für eine Ausbildung als Hotelkaufmann unter anderem „Freude am Umgang mit Menschen wichtiger als Geografie-Noten“. In ihrem Schlusswort unterstrich die Schulleiterin: „Der enge Kontakt zu den Bildungspartnern ermöglicht auch Ausbildungsmöglichkeiten für problematische Schüler, die sich dann in der Ausbildung oft hervorragend entwickeln.“
Teilnehmer
tauschen sich aus
Abgeschlossen wurde die Feierstunde mit einem regen Gedankenaustausch unter den Teilnehmern, zu denen unter anderem auch Konrektorin Ursula Sontheim, der Leiter der Berufsschule Bad Aibling, Jürgen Ersing, und die Geschäftsführerin der „Eder GmbH“, Angela Eder, zählten.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom schulinternen „Gesangs-Quartett“, bestehend aus den Lehrkräften Andreas Stempfhuber (auch Gitarrenbegleitung) und Simone Gartner sowie den Schülerinnen Julia Kriwolapow und Emely Werner mit den beiden Liedern „Lean on me“ und „Auf uns“. bjn