Johannes Schäffer gewinnt Ehrenscheibe

von Redaktion

Enormer Andrang bei traditionellem Armbrustschießen der Gebirgsschützenkompanie Aibling

Bad Aibling – Zwei Tage lang war die Aiblinger Ausstellungshalle in der Hand derjenigen, die einmal wie um 1800 mit der Armbrust auf den „laufenden Hirschen“ und die Ringscheibe anlegen wollten. „Wir sind zufrieden mit dem Besuch, vom Aufbau über Durchführung und Auswertung bis hin zur Verpflegung hat alles gut funktioniert, es gab keinen Unfall“, zog Hauptmann Hermann Bogner für die ausrichtende Gebirgsschützenkompanie Aibling ein positives Fazit.

Er freute sich besonders über den Besuch der historischen Schützenkompanien aus Valley (diese hat den Antrag auf Aufnahme in den Bund der Bayerischen Gebirgsschützen beantragt) und Schrobenhausen sowie einer großen Abordnung Südtiroler Schützenkameraden. Am letzten Tag herrschte ab Mittag so großer Andrang an den Ständen, dass sich die Preisverteilung mit Bekanntgabe der Sieger in den Disziplinen um fast eine Stunde nach hinten verschob.

„Wir hatten heuer Probleme, genügend Personen für die Standaufsicht zu finden, mit dem kleinen Team ist es uns trotzdem gelungen, für einen geregelten und sicheren Ablauf zu sorgen“, war Bogner stolz auf diejenigen, die teils mehrere Stunden hintereinander damit beschäftigt waren, Armbrust zu spannen und die Scheibenläufe zu betätigen.

Groß war schließlich die Freude der Sieger, die eine der handgemalten Schützenscheiben im Empfang nahmen. Die vom Schutzherrn der Veranstaltung, Peter Prinz von Lobkowicz gegebene Festscheibe für aktive Gebirgsschützen sicherte sich Johannes Schäffer von der GSK Aschau vor Bernhard Kneifel (GSK Aibling) und Kilian Wutscher (Wössen-Achental). Schäffer hatte nicht gedacht, dass er als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen würde und hatte sich schon auf einen ruhigen Abend eingestellt. Hans Rucker, stellvertretender Landeshauptmann, Bataillonskommandant und Oberleutnant der Aschauer Kompanie begleitet ihn statt dessen nach Bad Aibling.

Die beste Serie auf die Ringscheibe hatte der Ehrenschützenmeister aus Tramin Oswald Dissertori, auf den zweiten Platz kam Kilian Wutscher, gefolgt von Willi Berger (GSK Rosenheim). Den „laufenden Hirschen“ hatte Johannes Perlet von der Schützenkompanie Valley am besten im Visier, Zweiter wurde Benjamin Sava und Dritter Pascal Geiger von der GSK Aibling.

Einer guten Tradition folgend, hatte die Kompanie erneut eine „Sponsoren-Scheibe“ gestiftet, auf welche diejenigen einen Schuss abgeben konnte, ohne deren Unterstützung das Armbrustschießen nicht möglich wäre. Diese sicherte sich Jens Pickelmann vor Pascal Geiger und Uwe Hecht. Hecht hatte zudem eine „Geburtstagscheibe“ gestiftet, die kompanieintern ausgeschossen wurde und über die sich Ralf Sarson freute.

Anschließend oblag es Leutnant Waffenmeister Pascal Geiger und Oberleutnant Uwe Hecht, die zahlreichen Sachpreise zu verteilen. Dank der Großzügigkeit der Spender, die großteils aus der Aiblinger Kompanie kamen, kamen sie an die Grenzen ihrer Stimmband-Kapazitäten und beendeten nach jeweils 150 aufgerufenen Platzierungen auf „laufenden Hirsch“ und Ringscheibe die Preisverteilung.

Bogner bedankte sich bei allen Helfern, die mit Vorbereitung und Durchführung mehr als eine Woche im Einsatz waren. Ohne die Leistung der übrigen Helfer schmälern zu wollen, galt der Dank besonders den „Küchenchefs“ Bernhard Leurich und Andreas Henken sowie Georg Greithanner und Josef Rybczynski mit ihren Teams, den Damen an der Kaffeebar unter der Leitung von Katharina Ortner und Markus Reiser, der die EDV-gestützte Auswertung reibungslos abgewickelt hatte.

2025 findet kein Armbrustschießen statt, da die Aiblinger Kompanie am 28. und 29. Juni 2025 das Bataillonsfest des Gebirgsschützen-Bataillons Inn-Chiemgau ausrichtet. Mit den Worten: „Wir hoffen, Euch alle bei der nächsten Auflage 2026 wiederzusehen“ endete das Armbrustschießen bei einem geselligen Beisammensein. uhe

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