Bad Aibling – Wenige Tage vor dem Entzünden des Olympischen Feuers in Paris kam es im Kurpark von Bad Aibling zu einem kleinen, nicht ganz so spektakulären und medialen „Feuer-Ereignis“.
Das Wohlfahrts- und Sozialarbeits-Team (WuS) des BRK-Kreisverbandes (KV) Rosenheim fungierte mit tatkräftiger Unterstützung der Sozialen Arbeitskreise (SAK) BRK Bad Aibling und Bruckmühl in der Kurstadt erstmalig als Empfangskomitee des finalen Tages-Etappen-Ziels des legendären Fackellaufs „Fiaccolata 2024“.
Am Dienstag, 16.52 Uhr, übergab eine BRK-Delegation des KV München im Kurpark die brennende Fackel an den befreundeten BRK-KV Rosenheim. Mit einem bunten BRK-Fahnen- Empfangs-Spalier und bayerischer Ziach-Musik erwarteten die WuS-Teammitglieder die BRK-Freunde aus München. Dazu war in der Wiese ein symbolisches „Rotes Kreuz“ aus roten, aufgespannten Regenschirmen dargestellt. Unter viel Beifall legte die brennende Fackel mit ihren Begleitern die letzten Meter im Kurpark zurück.
Gertrud Friess-Ott, BRK-Landesbeauftragte Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit, und Monika Schmid, BRK-Bereichsleiterin Soziales und Pflege des KV München, überreichten dann die „BRK-Flamme“ an Martin Schmidt, Direktor und Geschäftsführer des BRK-KV Rosenheim. Die BRK-Fackel begann bereits am 14. Februar in Magdeburg als Symbol für das „Licht der Hoffnung und der Menschlichkeit“ ihre große Deutschland-Tour. Dabei wurde sie von Rotkreuz-Gliederung zu Rotkreuz-Gliederung weitergereicht.
BRK-Direktor Schmidt ging bei seinem kurzen Grußwort auf die Geschichte der „Fiaccolata“ (des Fackellaufs) ein. So wurde der Schweizer Henry Dunant auf einer Geschäftsreise mit den grausamen und unmenschlichen Schrecken der Schlacht von Solferino konfrontiert. Er blieb und half mit Freiwilligen den verletzten Soldaten. Wenig später gründete er am 24. Juni 1859 das Rote Kreuz. Seit diesem Ereignis tragen jährlich Tausende Menschen eine Fackel als Symbol für das „Licht der Hoffnung und der Menschlichkeit“ genau an den Ort, an dem im Jahr 1859 die Geschichte des Roten Kreuzes begann. „Mit diesem Fackelempfang wollen wir gemeinsam ein Zeichen für Hoffnung, Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander setzen. Wir freuen uns, ein Teil dieser internationalen Mission zu sein“, zeigte sich der Geschäftsführer stolz. Dabei hob er auch den hohen Stellenwert der WuS-Teams des BRK-KV Rosenheim hervor, „nach den sieben gelebten Grundsätzen von Henry Dunant, Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit sowie Einheit und Universalität, sind sie ein wichtiger Eckpfeiler in unserer BRK-Arbeit“. Erfreulich war für ihn auch, dass die Aktion auf den Social-Media-Kanälen mit großer Bandbreite gepostet und verfolgt wird. Gemeinsam trugen dann SAK-Mitglieder aus Bad Aibling und Bruckmühl „Hand in Hand“ die brennende Fackel zum Rotkreuz-Heim in der Kolbermoorer Straße. Dort klang die feierlichen Übergabe bei einem Imbiss zu „bayerischer Musi“ von Alleinunterhalter „Sigi“ aus.
Schon in den nächsten Tagen wird das „brennende Symbol“ nach kurzen Stippvisiten in Großholzhausen, Edling und Oberaudorf von Oberbayern aus, bis zum „Fiaccolata-Jahrestag“, den 24. Juni, die Heimreise ins italienische Solferino antreten. tn