Bad Aibling – Das malerische Werk von Horst Sauerbruch ist derzeit in der Villa Maria zu sehen. Farbenfroh leuchten dem Betrachter Acryl und Öl entgegen, zum Teil in kleinen Tupfern, auch in breiten kraftvollen Strichen. „Kraft“ ist ein Wort, das die Bilder am besten beschreibt. Denn so vital und lebensfroh wie seine Person war, ist auch sein bildnerisches Werk, das in dieser Gedenkausstellung gewürdigt wird. Gerhard Schebler, einer seiner ehemaligen Studenten, sprach kenntnisreich über das Werk des Lehrers und öffnete die Augen für Sauerbruchs Arbeiten. Rilkes Gedichtzeile „der Sommer war sehr groß“ ist Motto dieser Präsentation. Es ist Sauerbruchs Lebenswerk, das sich an diese von Rilke gemeinte Größe anlehnt: groß im Denken und Gestalten. Und wenn es seinem Empfinden nach sein muss, dann wird das Motiv auch noch auf dem Rahmen weiter gemalt. 71 Arbeiten verschiedener Größen sind gehängt, darunter zahlreiche, die gerade mal das Format von Postkarten haben. Arbeitshandschuhe, auf Metallstangen gestülpt und mit Mustern in kräftigen Farben bemalt, lassen seine Arbeiten dreidimensional werden.
Auch dies ein augenzwinkernder Hinweis: „Öl auf Fundstück“. Als Malgrund dienten ihm Pappe, Leinwand, Holz und Karton, der auseinandergefaltet und flachgelegt wurde und dessen Konturen eigenwillige Formen aufweisen. Ein immer wieder neues Spiel. Die Ausstellung „Horst Sauerbruch – der Sommer war sehr groß“ dauert bis zum 28. Juli und ist Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr und nach telefonischer Verabredung unter 08061/8318 geöffnet. bö