Bad Aibling – Die Rasenfläche vor dem Paulusheim in Bad Aibling, die entlang der Ellmosener Straße verläuft, soll großteils in eine insektenfreundliche Blühwiese verwandelt werden. „Wir sehen Naturschutz und den Erhalt von Biodiversität auch als ein wichtiges Anliegen für unsere Arbeit an“, nennt der Bad Aiblinger Kolpingvorsitzende Franz Besel den Grund, warum der Verein die Initiative für die Maßnahme ergriff.
Einhellige
Unterstützung
Im Kolping-Vorstand machte man sich bereits seit längerer Zeit Gedanken darüber, wie man diese Prämisse mit Leben erfüllen kann. Am Ende der Diskussion stand ein einstimmiger Beschluss für das Insekten-Paradies vor dem Pfarrheim.
Bei der Kirchenverwaltung und Pfarrer Philipp Kielbassa, denen er das Anliegen vortrug, stieß er auf offene Ohren und fand einhellige Unterstützung für das geplante Vorhaben. „Da die Wiese nicht genutzt wird, habe ich mit den Planungen überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Ich finde es schön, wenn an dieser Stelle ein kleines Biotop entsteht“, sagt Kirchenpfleger Ludger Goedecke.
Wann die Maßnahme genau umgesetzt wird, steht noch nicht fest. Kolping möchte sie aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr über die Bühne bringen. Klar ist bereits, dass der Verein die anfallenden Kosten trägt und auch aktiv bei der Umgestaltung der Fläche mitwirken will. Dies soll in Kooperation mit der Stadt Bad Aibling geschehen.
Mit Bürgermeister Stephan Schlier hat Besel bereits gesprochen. Der zeigt sich erfreut über das Vorhaben und hat die Unterstützung der Stadt zugesagt. „Ich finde die geplante Aktion der Kolpingfamilie großartig. Meines Wissens ist sie der erste Aiblinger Verein, der eine solche Initiative ergreift“, so Schlier.
Die Stadt halte immer wieder Ausschau, wo sich auf ihr gehörenden Grundstücken Blühwiesen verwirklichen ließen. Umso schöner sei es, wenn von privater Seite eine Fläche hierfür zur Verfügung gestellt werde. „Ich bin sicher, dass eine Blühwiese an dieser exponierten Stelle bei den Aiblingern gut ankommt“, ist der Bürgermeister überzeugt.
Auch mit dem Jäger und Forstwirt Christian Hilz vom städtischen Bauhof hat der Vorsitzende zwischenzeitlich bereits Kontakt aufgenommen. Er unterstützt die Kolpingfamilie aus fachlicher Sicht und hat Besel wissen lassen, dass der Bauhof das hierfür benötigte Saatgut vorrätig hat.
Wenn es möglich ist, soll auch ein sogenanntes Insekten-Hotel auf der Wiese platziert werden. Was die künftige Pflege des Areals und das Bestreiten anfallender Unterhaltskosten betrifft, will sich der Verein darum kümmern.
Geht es nach der Kolpingfamilie, soll eine Hinweistafel vorbeigehende Passanten künftig darüber informieren, dass vor dem Pfarrheim keine Unordnung herrscht, sondern eine Maßnahme zum Schutz der Umwelt umgesetzt wurde. Als Beispiel schwebt Kolping eine Tafel vor, die auf eine Blühwiese in der Willinger Straße hinweist.
„Wir freuen uns, wenn wir einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und mit unserer Aktion eventuell auch andere Vereine oder Gruppierungen dazu animieren können, sich ebenfalls in diesem Bereich zu engagieren“, so Franz Besel.