Prinzenwalzer in Tracht und Abkühlung beim Schlauchbootfahren

von Redaktion

Irlachweiherfest der Aiblinger Trachtenvereine wieder ein riesiger Besuchermagnet – Mückenschutz war unerlässlich

Bad Aibling – Einmal mehr wurde das Irlachweiher-Fest der beiden Bad Aiblinger Trachtenvereine seinem Ruf als „kleines Parkfest“ gerecht. Anders als beim „großen Bruder“, der die Besucher mit wechselnden Mottos erfreut, standen hier Plattler und Tänze, dargeboten von den Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen des Heimat- und Volkstrachtenvereins „D‘Oberlandler“ und des Gebirgstrachten-Erhaltungsvereins „Edelweiß“ im Mittelpunkt.

Für die musikalische Begleitung sowie zur Unterhaltung bei Spezialitäten vom Grill und Brotzeiten mit den dazu passenden Getränken waren die „Drillinger“, eine Mischung aus Musikern der Dreder- und Willinger Musi verantwortlich. Das Fest ist seit Beginn sozusagen ein „Selbstläufer“. Auch heuer füllten sich die Sitzgelegenheiten schon einige Zeit vor dem offiziellen Beginn, freie Plätze waren später Mangelware im provisorischen Biergarten zwischen dem Irlachweiher und der Bahntrasse.

Die Besucher wissen, dass die Verantwortlichen immer wieder neue Tänze mit den Gruppen einstudieren, und erlebten in diesem Jahr eine wohl einmalige Premiere: Christina Stigloher und Korbinian Weichinger, die als Christina II. und Korbinian I. als Kinderprinzenpaar den Fasching 2024 regierten, zeigten vier Monate später noch einmal den Walzer, mit dem sie Anfang des Jahres durch die Säle tanzten. Jedoch nicht in den „herrschaftlichen Roben“, sondern in der „Oberlandler-Tracht“. Der begeisterte Applaus war dann mindestens ebenso laut und anhaltend wie bei den Auftritten in der „fünften Jahreszeit“.

Die übrigen Auftritte standen in nichts nach, die Burschen und Dirndl plattelten und „drahten“ unaufhörlich zur Freude der Gäste. Wo zuvor Anspannung und Lampenfieber besonders bei denjenigen zu spüren war, die erstmals in der Öffentlichkeit auftraten, war diese nach den ersten Takten der Musik schnell verflogen. Die Betreuer und Eltern hatten zuvor ihr Augenmerk daraufgelegt, dass auch beim Nachwuchs alles „passte“, Tracht und Frisur korrekt saßen. Derweil herrschte an den Brotzeit- und Getränkeständen reger Andrang, der auch nach Anbruch der Dunkelheit nicht nachlassen wollte. Gefragt waren auch von den Damen der beiden Trachtenvereine hausgemachte Kuchen und Torten. Die jüngsten Festbesucher kamen mit Süßigkeiten aller Art auf ihre Kosten, während die beiden Bars mit „angesagten“ Getränken wie Aperol Spritz, „Hugo“ oder „Erdbeer-Limes“ zu späterer Stunde dicht umlagert waren.

Für spielerisches Vergnügen war mit dem bei Jung und Alt beliebten „Rösselspiel“ gesorgt und wer nach Abkühlung suchte, der nutzte eine von der Wasserwacht angebotene Schlauchboot-Fahrt auf dem Weiher. Traditionell ist das Fest auch ein „Dorado“ für Stechmücken, daher umwehte auch ein gewisser Duft von Mückensprays das Gelände. Mit diesem geschützt ließ es sich lange aushalten, sodass die letzten Besucher erst den Heimweg fanden als Tische und Bänke zusammengeklappt wurden. Uwe Hecht

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