Jagd ist Leidenschaft und Passion für die Natur

von Redaktion

Firmprojekt der Pfarrei Herz Jesu in Bad Feilnbach – Jäger Carsten Schumann erklärt Jugendlichen seinen Beruf – Viele neue Nistkästen gebastelt

Bad Feilnbach – Jagd ist kein Hobby, sondern Leidenschaft und Passion und bedeutet auch viel mehr als nur die Entnahme von Wild. Sie steht für Wald, Natur und Artenvielfalt. So erklärte es Carsten Schumann, Jäger der Gemeinschaftsjagd Revier Wiechs und Leiter für Rotwild im Hegering Inntal, Jugendlichen im Rahmen des diesjährigen Firmprojekts der Pfarrei Herz Jesu Bad Feilnbach.

Unter dem Motto „Mit dem Jäger unterwegs“ erlebten die jungen Naturkundler mit interessierten Eltern und der Hannoverschen Schweißhündin „Kira“ eine praxisnahe Führung im Jagdrevier im oberen Jenbachtal. Dort gedeihen Tiere und Pflanzen und erwarten, dass ihr Lebensraum nicht gestört wird. Wie Schumann während einer kurzen Rast erklärte, sei der Nutzwald für alle Lebewesen wichtiger denn je und müsse in seiner Vielfalt wachsen können. Bezogen auf das Rotwild stehe dieser Gattung in Bayern ein Lebensraum von 14 Prozent zur Verfügung und werde als gesunder Wildbestand in Korridoren gehalten. Dagegen habe der heiß diskutierte Wolf nach derzeit geltenden Regeln einen wesentlich größeren Freiraum und dürfe überall leben, auch dort, wo er zur Gefahr wird.

Der Wald erlebe in der heutigen Zeit auch mit Blick auf Klimawandel und Naturkatastrophen Umstrukturierungen, so der Jäger. Um Jungpflanzungen, wie etwa Tannen oder Fichten, in den Wintermonaten weitgehend vor Verbiss zu schützen, wurde im Winter 2023 das Rotwild im Revier mit 17 Tonnen Futter versorgt.

Bei einer Rast bastelten junge und erwachsene Teilnehmer unter fach- und sachkundiger Anleitung von Mitgliedern der „Wiachser Jagd“ Nistkästen, in denen sich Meisenvögel wohlfühlen können.

Krönender Abschluss war eine Brotzeit an der Gundelsberger Alm.

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