Au – Maralen Mahler aus Au bei Bad Aibling ist nach erfolgreich abgelegten Prüfungen seit Juni 2023 „Jungjägerin“ und darf diesen Titel bis 2026 tragen. Dann ist sie „Jägerin“. Wie es dazu kam, erzählte sie nun den OVB-Heimatzeitungen bei einer Wanderung unter dem Motto „Mit den Jägern unterwegs“ im oberen Jenbachtal.
Eigentlicher Wunsch und Ziel der 21-jährigen Auszubildenden im Schreinerhandwerk ist die Falknerei, die sie in ihrer Kindheit bei Veranstaltungen kennenlernen durfte. Von Kindesbeinen an ist die 21-Jährige von Greifvögeln fasziniert. Allerdings führt der Weg zur Falknerei über die Jagd. Der Jagdschein stellte für die junge Frau daher ein geeignetes Mittel zum Zweck dar. Hinzu kommt, dass Maralen Mahler eine innige Leidenschaft zu Wild, Wald, Landschaft und die Natur mit ihrer grenzenlosen Artenvielfalt mitbringt.
Als ihre Förderer bezeichnet die junge Frau ihre Eltern Marcela Mahler und Dieter Flörs, die sie stets unterstützt hätten. Im September 2022 begann Mahler die neun Monate dauernde Ausbildung für das Jagdwesen. In einer intensiven Vorbereitungsphase galt es für die junge Frau, 1500 Prüfungsfragen zu lernen und eine Auswahl davon in einer schriftlichen, einer mündlichen Prüfung und einer Prüfung zur Waffenhandhabung zu beantworten.
Am Ende der Lernzeit stand ein Erfolgserlebnis: Maralen Mahler bestand die Prüfung für das sogenannte „Grüne Abitur“. Der wahre Lehrmeister in den kommenden Jahren bis 2026, dem Jahr, in dem sie die Bezeichnung „Jäger“ tragen darf, wird die Praxis in der Natur mit stets neuen und spannenden Situationen sein. Die Jagd, so zeigt sich die junge Frau überzeugt, leistet einen Beitrag für einen gesunden Wildbestand. Fachkompetente Unterstützung für die Jungjägerin leisten erfahrene Jäger, wie Carsten Schumann von der „Gemeinschaftsjagd Revier Wiechs“. Er blickt mit Stolz auf die engagierte Jungjägerin.
Nächster Meilenstein für Maralen Mahler ist im kommenden Januar nun die Falknerprüfung in der Falknerei Burg Hohenaschau im Chiemgau, auf die sie sich mit Freude vorbereitet. Ihre Lieblingsgreifvögel sind übrigens Eulen, wie sie am Ende der Wanderung noch verriet. Peter Strim