Au – Der Hit „Völlig losgelöst“, der in der Regel nach Toren der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gespielt wird, wirkte wie ein Virus bei den Schülern der dritten und vierten Jahrgangsstufe an der Auer Grundschule. Anlass zum Jubeln waren Traumtore im Rahmen des diesjährigen Fußballturniers, zu dem Schulleiterin Margit Batt und Tanja Rappl, unter anderem Lehrerin für Sport, aufgerufen hatten. Wertvolle Unterstützung leistete Jugendleiter und Trainer Peter Menhofer junior sowie Jugendtrainer und Trainer der „Mädels AG“, Ralph Ludwig, vom ASV Au.
Vor Beginn der Partien auf dem Sportplatz vom ASV Au verwies die fußballbegeisterte Schulleiterin auf markante Unterschiede zum derzeit bestimmenden Großereignis in bundesdeutschen Stadien. In Au durften Mädchen mitspielen, gab es kein Abseits und auch keinen Videoassistenten. Wichtig waren Spaß und Freude am Fußball.
Diesen hatten die sieben Feldspieler plus Torhüter auf dem Kleinfeld. Anfeuerungsrufe der begleitenden Lehrkräfte sowie jungen Zuschauern aus den Klassen 3a und 3b sowie 4a und 4b verliehen den Akteuren bei herrlichen Flanken, Einzelaktionen oder spektakulären Paraden der Tormädchen oder Torbuben zusätzliche Flügel.
Für eine fulminante Eröffnung sorgte ein reines Mädchenturnier, das die Vereinigung der Klassen 3a/4a mit einem klaren 3:0 gegen die Gleichaltrigen aus der Spielerinnengemeinschaft aus 3b/4b für sich entschieden. Als Schiedsrichter dieser Partie fungierte Hans Ranner vom ASV Au. Den Erfolg der Siegerinnen, einige sind in der Mädels-AG vertreten, wertete Ralph Ludwig als Ergebnis „vieler Trainingseinheiten hoch motivierter Fußballerinnen“. Im Fokus des Turniers der vier Jahrgangsstufen stand ein Wanderpokal, welchen der ASV Au im vergangenen Jahr der Grundschule Au für die siegreiche Klassenmannschaft stiftete. Entsprechend motiviert überzeugten die jungen Spieler mit kameradschaftlichem Zusammenspiel und herrlichen Spielzügen. Manche Kicker gehören den Jugendmannschaften vom ASV Au an und stellten Können und Talent zugunsten ihres Klassenteams unter Beweis. Probleme hatte lediglich mancher Torhüter, seinen Kasten sauber zu halten. Am Ende durfte die Gemeinschaft der Klasse 4a den erhofften „Pott“ in den Händen halten. Mit nur einem Tor Unterschied musste sich das Team der Klasse 3a mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Dritter wurde die Klasse 4b. „Nächstes Jahr siegen wir“, meinte die Klasse 3b, die auf dem letzten Platz landete. Peter Strim