Bruckmühl – „Hier ist mit viel Herzblut, spürbarem Feingefühl und viel Liebe zum Detail ein harmonisches Ensemble an einem kleinen und besonderen Ort entstanden“, leitete Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter den Festakt für den neugestalteten Göttinger Friedhof der St.-Michael-Kirche ein. An der Einweihungs-Zeremonie nahmen neben Gertraud und Martin Karl (Landschaftsplanungs-Büro Grünwerk), Tobias Schwegler (Landschaftsgartenbau) und Bernhard Karmann (Zimmerei), Richard Linke (Referent Friedhöfe) sowie Markus Zehetmaier (Leiter Immobilienwirtschaft), Michael Kotulek (Sachbearbeiter Hochbau), auch die Vertreter der katholischen Kirchenverwaltung, Katharina Rottmayr-Czerny, Wolfgang Limmer und Andreas Gschwendtner, teil.
„Gelungenes Zeichen der Gemeinschaft“
In seinem Grußwort wertete Bruckmühls Rathauschef die bauliche Maßnahme als tolles Werk: „Dies ist ein gelungenes Zeichen der Gemeinschaft, dass sich die Marktgemeinde und die katholische Kirche gerade bei dem Thema ,letzter Lebensweg‘ im guten Einklang ergänzen.“ Einen Dank richtete er auch an alle Beteiligten, für die äußerst gelungene Umsetzung der baulichen Maßnahme vom ersten Bleistiftstrich der Planungen bis zum Setzen des letzten Pflastersteins.
Auf der bis dato ungenutzten Freifläche ist nun eine zweiteilige, in sich harmonierende Urnenbestattungsanlage entstanden. Im südöstlichsten Winkel des Friedhofbereiches liegt das naturnah gestaltete Erdbestattungsareal. Den optischen Mittelpunkt setzt ein drei Meter hohes, aus altem Eichenholz von Bernhard Karmann gefertigtes und gespendetes Holzkreuz. Auf kleinen umschließenden Wiesenflächen können circa 100 Urnengräber platziert und die entsprechenden Namensplättchen an vier alten Basalt-Stelen angebracht werden.
Eine kleine Pflasterfläche aus Klinker dient zur Ablage von Blumenschmuck und Kerzen. Zusätzliche Pflanzflächen für Blumen, Sträucher und Bäume runden zusammen mit zwei Sitzbänken das Ensemble ab. Als gelungener und modern inszenierter Kontrastpunkt stehen dem gegenüber auf einer knapp 20 Quadratmeter großen roten Granit-Einfassung vier mit Natursteinen veredelte Urnen-Stelen. Jede besitzt 16 Nischen, die wiederum bis zu drei Urnen aufnehmen können.
Kosten geringer
als veranschlagt
Mit einem Zitat von Martin Luther, „mitten im Leben, sind wir vom Tod umgeben“, eröffnete Pfarrer Andreas Strauß den kirchlichen Teil des Festaktes. Zusammen mit Markus Stein, dem katholischen Gemeindereferenten, nahm der evangelische Geistliche dann auch die feierliche Segnung vor.
Nach Aussagen des gemeindlichen Projektleiters Michael Kotulek, konnte das Projekt in einer Bauphase von nur knapp sechs Wochen realisiert werden. Auch zeigte sich der Sachbearbeiter Hochbau erfreut, dass das veranschlagte Kostenvolumen von 133000 Euro bei der Baurealisation um gut 20000 Euro unterboten werden konnte.