Eiserne Hochzeit: Seltenes Ehejubiläum in Bad Aibling gefeiert

von Redaktion

Irmgard und Willi Voosen sind seit 65 Jahren miteinander verheiratet – Paar lernte sich beim Tanzen kennen

Bad Aibling – Die eiserne Hochzeit ist ein seltenes Ehejubiläum. Irmgard und Willi Voosen aus Bad Aibling konnten dies kürzlich feiern. Bürgermeister Stephan Schlier machte den beiden mit einem Präsentkorb seine Aufwartung und überbrachte die Glückwünsche der Stadt.

Die eiserne Hochzeit steht als Symbol dafür, dass das Paar viel miteinander erlebt hat. Bei den Voosens stimmt das – und so entwickelte sich im gemütlichen Wohnzimmer schnell ein kurzweiliges Gespräch. Die Eheleute, die aus dem Raum Bonn stammen, lernten sich 1955/56 beim Tanzen kennen. Drei Jahre später heirateten die beiden Kaufleute im Alter von 20 und 21. „Sie haben sehr jung geheiratet“, befand Bürgermeister Schlier. Irmgard Schlier erzählte daraufhin: „Wir mussten noch die Eltern fragen wegen der Volljährigkeitsgrenze.“

Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, wovon die eine heute in Spanien, die andere in Raubling lebt. Neben drei Enkelkindern können sich die Voosens mittlerweile auch über zwei Urenkel freuen.

1968 verschlug es das Ehepaar aus beruflichen Gründen nach Bayern und seit mittlerweile 54 Jahren wohnen die beiden in Bad Aibling. Auch als Urgroßvater setzt sich Willi Voosen noch nicht zur Ruhe, er ist immer noch als selbstständiger Kaufmann aktiv. „Ich kann nicht aufhören, ich muss unterwegs sein“, bekennt er, und seine Sprache lässt noch immer seine Herkunft erkennen. Seine Frau begleitet ihn dabei gerne auf seinen Reisen. Für Urlaub nahm und nimmt sich das Paar gerne Zeit. Ziele sind Südtirol oder die italienische Adria. Durch seine Kaufmannstätigkeit hat Willi Voosen schon viel erlebt: Er schüttelte Konrad Adenauer die Hand, kennt den ehemaligen Bundesligaspieler Elmar May aus Neunkirchen und ist Patenonkel dessen Sohnes.

Der Jubilar erzählte aber auch vom Kanufahren auf dem Rhein in jungen Jahren und dem Fasching im Rheinland. „Kein Vergleich zu hier“, meinte er etwas enttäuscht. Es gab so viel zu erzählen. Die Zeit aber verging viel zu schnell, gerade noch, dass man mit einem Glas Sekt auf das Jubiläum anstoßen konnte. Und auf die Freiheit und Mobilität im Alter, die die beiden richtig genießen. werner Stache

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