Ein Tag im Zeichen des Tanzens

von Redaktion

Der siebte „Herbaria Dance Cup“ in Bad Aibling war ein voller Erfolg: 900 begeisterte Tänzerinnen aus nah und fern stellten sich dem Wettkampf. Der ausrichtende TuS Bad Aibling kam achtmal aufs Stockerl.

Die „Hurricanes“ des gastgebenden TuS Bad Aibling belegten in ihrer Altersklasse den zweiten Platz. Fotos baumann

Bad Aibling – Einen ganzen Tag voller Tanz bot der überregionale „Herbaria Dance Cup“, der jetzt zum siebten Mal in Bad Aibling ausgetragen wurde. Organisiert und ausgerichtet wurde das Turnier in bewährter Form von der Abteilung „Tanz und Bewegung“ des TuS Bad Aibling. Rund 900 Wettbewerbsteilnehmer (über den Tag verteilt) hieß Abteilungsleiterin Karin Kühbandner in der Sporthalle willkommen – ein neuer Teilnehmerrekord.

Die Zuschauertribüne war durchgehend voll besetzt und unter den Besuchern befanden sich unter anderem die Stadträte Erwin Kühnel und Johann Schweiger sowie die Sponsoren-Vertreter Stephan Donderer (Kreisparkasse Rosenheim-Bad Aibling) und Giuseppe Tedesco (Giuseppe e Amici).

68 Formationen
am Start

An den Start gingen – gestaffelt nach elf Altersklassen, beginnend mit vier Jahren – insgesamt 68 verschiedene Formationen aus 20 verschiedenen Vereinen beziehungsweise Tanzgruppen. Die Tanz-Aktiven reisten aus den Landkreisen Altötting, München, Ansbach, Weilheim, Bad Tölz, Miesbach, Ebersberg, Traunstein und Rosenheim an.

Die weiteste Anreise bewältigten die rund 40 Mitglieder der Jazz-Dance-Abteilung des TSV Dinkelsbühl (Mittelfranken), die für die rund 240 Kilometer morgens fast drei Stunden unterwegs waren. Der gastgebende TuS Bad Aibling stellte mit 11 Tanzgruppen und 166 Teilnehmern das größte Kontingent.

Nervenkitzel
vor den Auftritten

Vor ihren Auftritten probten viele Gruppen am Rande der Tanzfläche noch ihre Choreografie oder einzelne Bewegungsabläufe. „Wir sind vor unseren Auftritten immer etwas aufgeregt, aber wenn wir dann auf der Bühne oder auf dem Parkett stehen, dann ist alles weg“, verrieten beispielsweise die Akteurinnen der „Galaxydancers“ vom TuS Geretsried.

Nach der von ihnen gewählten Musik präsentierten die einzelnen Formationen dann ihren Auftritt und zeigten dabei viel Elan, Akrobatik und Tempo, aber auch Eleganz und Ausstrahlung. Je nach Altersgruppe dauerten die Darbietungen zwischen mindestens zwei Minuten bis maximal sechs Minuten. Zahlenmäßig waren die fast ausschließlich weiblich besetzten Gruppen sehr unterschiedlich zusammengesetzt – die Spanne reichte von sechs bis 25 Akteuren pro Formation.

Strenge Jury schaut
ganz genau hin

Das Tanzsport-begeisterte Publikum feuerte alle Gruppen kräftig an und spendete allen einen intensiven Schlussapplaus. Bewertet wurden die Leistungen der Tanzgruppen von der Jury, bestehend aus Carolin Hart, Melina Gehring, Louise Salz, Richard Wieser, Elisabeth Mendel und Heidi Oberloher.

Jeweils drei von ihnen nahmen die Bewertung vor, die unter anderem die Präzision, Synchronität, Präsenz, Bewegung und Interpretation der Musik, räumliche und inhaltliche Choreografie, Rhythmus, Ausstrahlung und die Gestaltung der Outfits unter die Lupe nahm.

Jurorin Heidi Oberloher erklärte am Ende des achtstündigen, perfekt organisierten Wettkampfs: „Das Niveau der Veranstaltung ist im Vergleich zu den letzten Jahren stark gestiegen, die Musik ist mit den Kostümen viel stimmiger und die tänzerische Qualität ist hoch. Manche Entscheidungen in den Gruppen waren relativ klar, aber bei manchen war es sehr eng.“

Moderiert wurden die vier Turnier-Blöcke eloquent von Marinus Schmid. Die Freude der top-platzierten Teams war riesengroß. Milena Grafetstätter von der Formation „Nmiss_crew“ aus Traunreut, Siegerinnen der höchsten Altersklasse (ab 20 Jahre), war begeistert: „Wir sind überwältigt und sprachlos. Wir sind die kleinste Gruppe und es ist sehr besonders, dass wir es geschafft haben.“

Rundum positiv fiel auch die Bilanz von Karin Kühbandner aus: „Die Veranstaltung ist sehr gut und reibungslos verlaufen und wir haben sehr viel positives Feedback von den Gruppen bekommen, auch für die Organisation und die Hallendekoration. Für den TuS Bad Aibling freue ich mich über sehr gute Leistungen unserer Gruppen, die insgesamt acht Stockerlplätze erringen konnten.“ Am Ende dankte sie den Sponsoren und dem 150-köpfigen TuS-Helferteam.

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