Feldkirchen-Westerham – In der Gemeinde Feldkirchen-Westerham wurden kürzlich umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit umgesetzt. Als eine der ersten Kommunen in Bayern hat Feldkirchen-Westerham alle Sirenen von analog auf digital umgestellt und zehn digitale Sirenen installiert.
Dank der Förderung der Regierung von Oberbayern konnte dieses wichtige Sicherheitsprojekt realisiert werden. Die neuen Sirenen bieten zahlreiche technische Fortschritte, die in Notfallsituationen Leben retten können.
Präzise und
schnelle Alarmierung
Die neuen Sirenen sind mit Digitalfunk ansteuerbar, was eine präzisere und schnellere Alarmierung ermöglicht. Außerdem verfügen sie über eine Akkupufferung, die auch bei Stromausfällen eine zuverlässige Funktion sicherstellt.
Eine weitere Neuerung sind die unterschiedlichen Warntöne, die je nach Art der Gefahr variieren können. Diese Differenzierung, über die die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer informieren will, ermöglicht den Bürgern, die jeweilige Situation schneller zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Standortsuche in
Aschbach/Altenburg
Das neue Alarmierungskonzept der Gemeinde deckt nun einen deutlich größeren Teil des Gemeindegebiets ab. Viele Standorte sind in diesem Zuge gleich geblieben, andere Standorte wurden durch neue ersetzt, um eine bessere akustische Abdeckung in der Alarmierung sicherzustellen und im Notfall mehr Bürger erreichen zu können.
Neben den zehn neu installierten Sirenen gibt es drei weitere Sirenenstandorte in den Ortsteilen Feldolling (ebenfalls digital), Kleinhöhenrain und Elendskirchen (analog). Die neuen Sirenen verbessern die Abdeckung des gesamten Gemeindegebiets laut Gemeinde signifikant. Dies ermögliche eine zielorientiertere Alarmierung, die im Katastrophenfall Leben retten könne. Die Gemeindeverwaltung ließ eine Schallpegelsimulation durchführen, um sicherzustellen, dass die Sirenen auch in entlegenen Gebieten gut hörbar sind.
Auch wenn die neuen Sirenen nur selten in Anspruch genommen werden, sind sie für den Probealarm (jeden vierten Samstag im Monat um 12 Uhr) und den Katastrophenfall unerlässlich. Im Ernstfall bieten die Sirenen eine wichtige Ergänzung, um die gesamte Bevölkerung schnell zu warnen. Die Feuerwehralarmierung erfolgt zwar meist über digitale Pager, aber in einigen Ortsteilen von Feldkirchen-Westerham werden die Einsatzkräfte laut Gemeindeverwaltung noch zusätzlich über die Sirenen alarmiert. In Aschbach wurde nach Auskunft der Gemeinde bislang noch kein geeigneter Standort für eine Sirene gefunden. Die Gemeindeverwaltung bittet daher die Bevölkerung um Vorschläge und Angebote für mögliche Standorte auf Dächern oder auf neu zu errichtenden Masten. Ein 230-Volt-Stromanschluss ist die einzige Voraussetzung dafür.
Mit der Umstellung der Sirenen will die Gemeinde Feldkirchen-Westerham sicherstellen, dass die Bevölkerung im Katastrophenfall bestmöglich gewarnt und geschützt wird. Die Investition in moderne Sirenentechnik sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit und besserem Schutz für alle Bürger, so die Gemeinde.