Bruckmühl – „30 Jahre Ökumenische Nachbarschaftshilfe – feiern Sie mit uns dieses Jubiläum“ stand auf der Einladung der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Bruckmühl-Heufeld-Götting (ÖNH). Die unter dem Dach der Caritas tätige Wohltätigkeitsorganisation bietet Hilfen, etwa im Krankheitsfall oder bei Problem-Schwangerschaften, über die Betreuung von Kindern bis zu Fahrdiensten oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. Darüber hinaus ist sie auch am Sozialen Mittagstisch und an der Bruckmühler Tafel beteiligt.
Hilfe für alle
Menschen in Not
Die überkonfessionelle und an keine Nationalität gebundene Nachbarschaftshilfe versucht allen Menschen in Notsituationen zu helfen oder an kompetente Stellen weiterzuvermitteln. Den Auftakt der „Geburtstagsfeier“ bildete eine ökumenische Andacht in der Pfarrkirche St. Michael in Götting. „Seit 30 Jahren helfen Nachbarinnen und Nachbarn den Mitmenschen, weil wir Christen füreinander da sind“, erklärte Pastoralreferent Christof Langer eingangs. Der evangelische Pfarrer Andreas Strauß zitierte aus dem Matthäus-Evangelium: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst“ und führte weiter aus: „Wer sich in der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe für den Mitmenschen engagiert, erfüllt dieses Gebot Gottes.“
Musikalisch umrahmt wurde die Andacht vom Klarinetten-Quartett der „Rentnerbande“, die in einer „Konzertformation“ auch die Besucher bei der anschließenden „weltlichen Feier“ im vollen Pfarrsaal unterhielt. Dort hieß die Vorsitzende Theresia Bäumel die Gäste (darunter Altbürgermeister Franz Heinritzi, Rektorin Birgit Splett, Marktgemeinderat Harald Höschler und Seniorenbeauftragte Anneliese Weißbrich) willkommen und stellte fest: „Wir freuen uns über die große Resonanz, die uns zeigt, dass wir in der Bevölkerung eine gewisse Wertschätzung genießen.“
Bürgermeister Richard Richter übermittelte die Glückwünsche der Marktgemeinde und hob hervor: „Die Ökumenische Nachbarschaftshilfe sorgt im Ehrenamt fürs ‚Hoamatgfui‘. Viele Menschen bemühen sich derzeit um ihre Balance und vergessen dabei, dass es noch etwas anderes gibt als das ‚Ich‘.“ Der KAB-Vorsitzende Egon Radke konstatierte bei seiner Gratulation: „Zum Helfen gehören immer zwei – einer, der es tut, und einer, der es zulässt“ und ergänzte: „Wir vom KAB wissen, was ihr leistet. Die öffentliche Hand kann nicht alles leisten.“
Die AWO-Ehrenvorsitzende Herta Neumaier bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit unter anderem beim Seniorenmittagstisch, der im Jahr 2002 als „Tischleindeckdich“ gegründet wurde. Gründungsmitglied Dr. Bernd Münch überraschte mit einem selbstverfassten Jubiläumsgedicht, in dem er die Frage nach der Hilfsbereitschaft beispielsweise nach einem Unfall beschrieb: „Die ÖNH, leicht zu begreifen, man hilft da, wo die Profis kneifen.“
Zusammen mit Kassierin Magdalena Aimer dankte er Theresia Bäumel mit einem Rosenbäumchen der Sorte „Maria Theresia“ und einem Gutschein für ihr unermüdliches Engagement als Vorsitzende.
Zum Ausklang der heiteren Feier lud Kreismusikpfleger Ernst Schusser zum gemeinsamen Singen von geselligen Volksliedern ein, die er auf seiner Ziach begleitete. Anzumerken ist noch, dass die ÖNH 1994 von den katholischen Pfarreien Bruckmühl, Götting und Heufeld und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bruckmühl gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Als Kirchenvertreter bei der Gründung fungierten der katholische Pastoralreferent Thomas Goltsche und der evangelische Diakon Werner Nugel. Zum Vorsitzenden wurde seinerzeit Sebastian Köbinger gewählt, seit 2000 führt Theresia Bäumel die Hilfsorganisation. Die Entwicklung der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe ist in einer kleinen Ausstellung im Eingangsbereich des Pfarrsaals dokumentiert.