Valley – Ein besonderer Hörgenuss erwartet die Musikfreunde der Benefizkonzertreihe Grundton D am Sonntag, 25. August, um 15 Uhr im Orgelzentrum Altes Schloss Valley. Der Dresdner Kreuzorganist Holger Gehring wird Werke von Isfried Kayser, C. M. Schneider, Franz Xaver Schnizer, Sixtus Bachmann, Wilhelm Friedemann Bach, Gottfried August Homilius, Felix Mendelssohn Bartholdy, Adolph Friedrich Hesse und Gustav Adolf Merkel spielen.
Seit über 30 Jahren begeistern die Benefizkonzerte von Grundton D, die der Deutschlandfunk (DLF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltet, durch die Verbindung von Musik und Architektur. Diese Konzerte erreichen nicht nur die Besucher vor Ort, sondern auch Hörer weltweit vor den Rundfunkgeräten. Das Benefizkonzert aus Valley wird der DLF am Sonntag, 20. Oktober, ab 21.05 Uhr im Rahmen der Sendung Konzertdokument der Woche ausstrahlen und dabei auch einen Bericht über den Aufführungsort senden.
Holger Gehring, seit 2005 Orgelsachverständiger der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens und Custos der neuen Konzertsaalorgel der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast Dresden, wird in Valley auf drei Orgeln spielen: der Münchener Rokoko-Orgel, dem Karl-Richter-Positiv und der Steinmeyer-Orgel. Der Eigentümer von Schloss Valley hat als Denkmalpfleger rund 60 Orgeln vor dem Verfall gerettet und ihnen in Valley eine neue Heimstätte geschaffen, wodurch die wohl größte Orgelsammlung Europas entstand. Für die in Bonn ansässige private DSD sind die DLF-Konzerte eine ausgezeichnete Möglichkeit, bekannte und unbekannte Baudenkmale in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Dies unterstützt die Denkmalpfleger vor Ort bei ihrem täglichen Bemühen um Verständnis, Unterstützung und Fördermittel. Die Erlöse aus dem Benefizkonzert kommen in Valley dem Orgelmuseum zugute. Das Alte Schloss Valley, dessen heutige Form aus dem Jahr 1778 stammt, ist in mehreren Bauphasen seit dem 12. Jahrhundert entstanden. Der östliche Teil stammt noch vom Vorgängerbau, der vermutlich im 16. Jahrhundert unter Verwendung älterer Teile errichtet wurde. Im Rahmen der Barockisierung wurde der Bau um etwa fünf Meter nach Westen verbreitert und mit einem gemeinsamen Dachwerk überdeckt. Ein 1778 südwestlich an die jetzige Giebelwand angebauter Turm mit südlich daran anschließendem Nebengebäude wurde 1895 abgebrochen, wodurch sich die Statik der Südgiebelwand veränderte. Hier hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits vor Jahren helfen können.
Weitere Informationen sind unter www.denkmalschutz.de/denkmaleerleben/grundton-d-konzerte.html verfügbar.