Emotionaler Abschied nach 31 Jahren

von Redaktion

Bruckmühler Bauamtsleiter Konrad Kremser geht in Ruhestand

Bruckmühl Emotional mit vielen Dankes- und Lobesworten wurde Bauamtsleiter Konrad Kremser von den Rathäuslern in den Ruhestand verabschiedet. 31 Jahre lang stand Konrad Kremser der Bauabteilung vor und prägte die Marktgemeinde. In seine Ära fielen unter anderem die Entstehung der zweiten Mangfallbrücke mit allen jahrelangen Vorarbeiten und Gerichtsterminen sowie 256 Abwägungen in zwei Mammutsitzungen bis nach Mitternacht im Vorfeld. Außerdem befasste er sich mit dem Hochwasserschutz entlang der Mangfall, dem Kauf und Abriss der Bahnhofsgaststätte sowie dem Bau der Kulturmühle als Bürger- und Kulturhaus, dem Rathausanbau sowie dem -abriss. Zahlreiche Bahnhaltepunkte sowie Besprechungen rund um den Bruckmühler Bahnhofsumbau fielen ebenfalls in sein Aufgabenfeld.

Bis in die späten Abendstunden saß Kremser an seinem Schreibtisch, feilte an Unterlagen und prüfte diese auf Korrektheit sowie Umsetzbarkeit. Er war ein wandelndes Lexikon für seine Kollegen, denen er mit Rat und Tat unterstützend stets zur Seite stand und auch bei Bedarf per Telefonanruf noch sein wird. Diese schätzten ihn nicht nur für seine fachlichen Expertisen, sondern auch für sein kollegiales Miteinander, welches er als Chef pflegte.

„Wir haben so manche bauliche Hürde gemeinsam umschifft und zukunftsweisende Wege beschritten“, erinnerte Bürgermeister Richard Richter und führte dabei explizit das Beispiel der zweiten Mangfallbrücke an, deren Umsetzung Kremser mit seiner Akribie und rechtlich einwandfreien Arbeit ermöglicht hätte.

Über 750 Gemeinderats- und Ausschusssitzungen wohnte Kremser in Bruckmühl bei und legte den Kommunalpolitikern Beschlussvorlagen und Sachverhalte vor. „Deine Einsatzbereitschaft und deine Leistung in den drei Jahrzehnten zum Wohle des Marktes Bruckmühl sind beispielhaft“, so Richter weiter.

„Schuld“ am kremserischen Weg in die Gemeinde sei sein heutiger Stellvertreter Markus Zehetmaier. Er lernte Kremser bei einer Fortbildung 1992 kennen. „Damals erklärte mir der Bauamtsleiter von Dorfen, dass er der Liebe wegen nach Großkarolinenfeld zieht und sich beruflich verändern möchte. Ein Jahr später war Konrad Kremser bei uns. Beispielhaft für seine Arbeitsmoral: Er kündigte nicht einfach und ging aus Dorfen weg, sondern wartete, bis sein Nachfolger gefunden und eingearbeitet werden konnte“, erinnerte Zehetmaier in einer bewegenden und heiteren Rede zugleich.

Paragrafen, Abstandsflächen, Privilegierungen, Ingenieursberechnungen – sie alle waren sein täglich Brot. „Künftig wird er vermehrt in den Bergen anzutreffen sein und freut sich auf gemeinsame Zeit und Ausflüge mit seiner Frau Inge, die ihn in den vergangenen Jahrzehnten viele Abende entbehren musste“, blickte Geschäftsleiter Rainer Weidner in die Zukunft Kremsers. Seine Amtsgeschäfte übernimmt Thomas Brückner, der sich schon in den vergangenen Monaten darauf vorbereitet hat.

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