Sicherheit seit 150 Jahren

von Redaktion

Die Freiwillige Feuerwehr Au blickt auf erfolgreiche Jahre zurück

Bad Feilnbach/Au – Vor 150 Jahre gegründet, wird die Freiwillige Feuerwehr Au und ihre Aufgaben im Sinne „retten-löschen-bergen-schützen“ seit 150 Jahren als unverzichtbarer Partner für Sicherheit geachtet und geschätzt. Von hohem Niveau ausgebildet und technisch bestens ausgestattet bekämpfen sie im Falle einer Alarmierung Brände oder leisten bei Verkehrsunfällen, Überschwemmungen in Folge von Naturkatastrophen zuverlässig technische Hilfe. Auch Vereine schätzen die Unterstützung der ehrenamtlich tätigen 72 Männer und 15 Frauen im aktiven Dienst bei Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu kirchlichen und weltlichen Anlässen im Jahreskreis. Führungsverantwortung tragen Hauptlöschmeister Marinus Astner als Erster Kommandant und sein Stellvertreter, Oberlöschmeister Josef Antretter.

Jubiläumsfeier startet
im August

Für das Vereinsgeschehen der 189 aktiven, passiven und fördernden Mitglieder zeichnen Martin Riedl als Erster Vorsitzender und Andreas Kreuzmeir als Stellvertreter verantwortlich. Das stolze Jubiläum feiern sie gemeinsam mit der Bevölkerung, Patenvereinen, benachbarten und befreundeten Feuerwehrkameraden sowie Gönnern. Start ist am Freitag, 2. August, 19 Uhr mit Bieranstich und Feuerwehr-Dreikampf. Für Stimmung sorgt die Blaskapelle „ProMill“. Samstag, 3. August, ab 14 Uhr Dorffest für die ganze Familie und Entenrennen als Höhepunkt. Musikalisch gestaltet den Festbetrieb die „Mittenkirchner Musi“. Festsonntag, 4. August, 8 Uhr, Empfang der Vereine, 10 Uhr Festgottesdienst auf der Reisberger-Wiese in Nähe von Kommandant Astner mit anschließendem Festzug. Ab 12 Uhr feiern im Zelt. Montag, 5. August, ab 18 Uhr Kesselfleischessen mit der Kapelle „SchodseitBlech“. Am 3. Mai 1874 wird die Freiwillige Feuerwehr Au gegründet. Erster Vorsitzender ist Bürgermeister und Mühlenbesitzer Josef Schlemer ist ihr Vorsitzender und Zimmermeister Josef Gasteiger, damaliger erster Kommandant. 57 Männer traten damals der Wehr bei. Laut einem Schriftstück vom November 1862 über einen „Kostenanschlag zum Feuerhause in Au“ gab es bereits vor der Vereinsgründung ein organisiertes Löschwesen. Neben anderen Gerätschaften in dem Gebäude an der Aubach ein „4-Rad-Hydrophor“ Wasserzubringer, beschafft 1883, untergebracht. Während der nationalsozialistischen Herrschaft ab 1933 wurden die Freiwilligen Feuerwehren aufgelöst. Nach der Kapitulation übernahm Bürgermeister Michael Embacher als Vorsitzender bis 1950 kommissarisch die Leitung der Feuerwehr. Erster Kommandant nach dem Krieg ist von 1950 bis 1968 Kaspar Kaffl, der mit demokratischem Führungsstil die notwendige Ordnung und Disziplin erzielte. Er führte Prüfungen für Leistungsabzeichen ein und beschaffte Ausrüstung und Fahrzeuge entsprechend des damaligen Standards.

Weitblick bezogen auf zeitgemäße Ausbildung, Ausrüstung und Gerätschaften, Fahrzeuge hatten die nachfolgenden Kommandanten wie Karl Bauer, Franz Rieder, Sepp Rauscher und aktuell Marinus Astner. Verantwortlich für das kameradschaftliche und gesellschaftliche Miteinander sowie solide Vereinsgestaltung zeichneten seit Gründung dreizehn Vorsitzende, darunter Persönlichkeiten wie Martin Märkl, Hans Schlemer, Alexander Bauer, der kürzlich verstorbene Christian Botz und seit 2017 Martin Riedl.

Höhepunkte in ihren Amtszeiten waren im November 1966 die Einweihung des ersten Feuerwehrhauses mit Schlauchturm und die Fahnenweihe 1979.

Technik im Wandel
der Zeit

Die rasante Entwicklung von Technik und Ausrüstung, sowie notwendige Beschaffungsmaßnahmen von Fahrzeugen und Gerätschaften erforderte ein größeres Gerätehaus, das mit Schulungsraum und Mannschaftsstüberl 2001 seiner Bestimmung übergeben wurde.

2002 wurden die „First Responder“ ins Leben gerufen. 1994 wurde eine Jugendfeuerwehr ins Leben gerufen und erfreut sich seither bis zum Jubiläumsjahr großer Beliebtheit bei Burschen aber auch Mädchen ab dem 14. Lebensjahr.

Großen Zuspruch erfährt die alljährliche Fackelwanderung für Kinder oder der Besuch der Feuerwehr in den Kindergärten oder in der Auer Grundschule.

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