Ostermünchen – Strahlende Gesichter bei den Schülern und Stolz bei den Eltern gab es bei der Abschlussfeier der beiden neunten Klassen an der Fritz-Schäffer-Schule in Ostermünchen. Kein Wunder, für die Lehrkräfte waren sie Helden. Die Bayernhymne zu Beginn der Feier in der Schulaula unterstrich die Bedeutung des Abends.
Ein Riesenschritt
für die Jugendlichen
Rektorin Margaret Careddu-Bayr hob die Wichtigkeit dieses Tages ebenfalls hervor: „Ihr habt es geschafft und könnt heute stolz euer Zeugnis in Händen halten.“ Bürgermeister Georg Weigl bezeichnete diesen Tag als einen Riesenschritt für die Jugendlichen. „Es ist der erste Abschluss in eurem Leben“, betonte er, um sich gleichzeitig bei allen Lehrkräften zu bedanken. In seinen Augen ist die Bildung nämlich eine große Herausforderung, und deshalb ist Weigl auch stolz, in der Gemeinde Tuntenhausen so viele Ausbildungsbetriebe zu haben.
Gregor Ries, Geschäftsführer der Firma Eder, einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe in der Region, erinnerte sich an seine Zeit des Schulendes vor rund 40 Jahren: „Es ist einfach ein schönes Gefühl“, gestand er gegenüber den Jugendlichen. „Ihr könnt stolz auf euch sein, denn ihr habt damit eine wichtige Grundlage in eurem Leben geschaffen.“
Rektorin Careddu-Bayr ging auf das Motto der Feier „Helden“ näher ein. „Ihr habt euch den Herausforderungen gestellt, habt nie aufgegeben und seid immer weitergegangen“, zeigte sie den Charakter der Absolvia 2024 auf. Mit Stolz verwies die Rektorin darauf, dass von 14 Schülern der Regelklasse 9 zehn zum Quali angetreten und ihn neun geschafft haben. Simeon Brenker war dabei mit 2,2 der Beste, gefolgt von Tobias Furtwängler und Riccardo Fuchslocher mit 2,3. Elf Schüler schafften den Mittelschulabschluss. Sehr gut zeigte sich in diesem Jahr auch die Praxisklasse: Von den diesjährigen Absolventen haben alle sieben bestanden.
„Aber an der Schule wird nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern auch Werte und Verantwortungsbewusstsein“, betonte die Rektorin und dankte den involvierten Lehrkräften, Paten und Schulbegleitungen. Unendliche Geduld bescheinigte sie dabei den Klassenlehrern Jakob Lexa und Christine Kirchhuber sowie dem Jugendsozialarbeiter Lorenz Huber, der die Praxisklasse so stärkte, dass sie ihren eigenen Weg fand. Nicht nur Dank, sondern auch „auf Wiedersehen“ sagte die Schülerschaft an diesem Tag zu Anneliese Aumiller, die in den Ruhestand geht. Sie lebte nach den Worten der Rektorin Respekt, Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein vor, zeigte Geduld, Freundlichkeit und Einsatzbereitschaft. Standing Ovations unter den Klängen der Bayernhymne waren der so beliebten Lehrkraft sicher. „Heute beginnt eure Zukunft“, sagte Sabine Richter, Elternbeiratsvorsitzende, zu den Absolvia und verwies auf die französische Erzählung „Der kleine Prinz“ und deren Widmung: „Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber wenige erinnern sich daran.“ Die beiden Klassensprecher Simeon Brenker und Tobias Furtwängler blickten im Zirkus Praximus zurück und brachten so manche Anekdote wieder ans Tageslicht.
Träume verwirklichen und Ziele erreichen
Dann ertönte „Völlig losgelöst“ von Peter Schilling in der Aula. Ein Gefühl, das viele der Absolventen an diesem Abend erleben durften. „Lasst uns stolz auf das Erreichte zurückblicken“, unterstrich Konrektorin Birgit Decker und ermunterte die Jugendlichen, ihre Träume zu verwirklichen und Ziele zu erreichen: „Lasst euch von niemandem aufhalten, fliegt hoch und erkundet neue Welten.“ Unter dem Applaus der Gäste erhielten die Absolventen dann ihre Zeugnisse.