Bad Aibling – Die Rupert-Egenberger-Schule in Bad Aibling bot den Kindern jüngst einen Judo-Schnupperkurs für ihre Schüler an. Die Sparte Judo des TuS Bad Aibling zeigte sich auf Anfrage der Schule sofort bereit, dieses Training anzubieten. Jugendsozialarbeiterin Petra Burger organisierte die Veranstaltung.
Symbol für
Respekt und Demut
Nach einer kurzen Begrüßung durch Trainerin Anamaria Budiu halfen die Kinder, ausreichend Matten in der Turnhalle zu verteilen. Anschließend erläuterte die Kampfsportlerin den Kindern einige Grundregeln. Sie begann mit der traditionellen Begrüßung, bei der sich Schüler und Trainer voreinander verbeugen. Dieses Ritual symbolisiert Respekt und Demut.
Im weiteren Verlauf des Trainings lernten die Kinder die grundlegenden Kommandos wie „Hajime“ (Kommando zum Kampfbeginn) und „Mate“ (Kommando zum Aufhören) spielerisch kennen. Ein Laufspiel half dabei, die neuen Begriffe schnell zu verinnerlichen.
Der nächste Programmpunkt war das Falltraining, bei dem die Teilnehmer lernten, wie man sich richtig abrollt, ohne sich zu verletzen. „Ihr könnt „Sensei“ rufen, wenn ihr eine Frage oder ein Problem habt, dann komme ich“, erklärte Anamaria Budiu den Schülern. Die Kinder nahmen diese Information schnell auf und wussten bald, dass „Sensei“ Lehrer bedeutet.
Nachdem das verletzungsfreie Fallen gut klappte, erklärte „Sensei“ die Regeln für den Kampf. Sie betonte, dass zwei Mal mit der Hand auf den Boden zu klopfen bedeute, dass man aufhören möchte und der Gegner dann sofort loslassen muss. Eine weitere Grundregel lautete: „Oben gewinnt, unten verliert.“
Zuerst durften die Mädchen nach dieser Regel Zweikämpfe ausprobieren, danach waren die Jungen an der Reihe. Die Schüler hatten sichtlich Spaß daran, über die Matten zu kugeln und ihre Kräfte zu messen. Die Sporttrainerin achtete dabei stets darauf, dass niemand sich ernsthaft verletzte.
Während einer kurzen Verschnaufpause erzählte Anamaria Budiu den Kindern einiges über die verschiedenen Gürtelfarben im Judo, und erklärte die Zeichen auf ihrem schwarzen Gürtel aus Japan. Danach zeigte die Übungsleiterin einführend einige Wurftechniken. Klar, dass jetzt erst mal alle von ihr geworfen werden wollten.
Verbeugen
und los geht´s
Nach einem Reaktionsspiel durften die Kinder noch einmal gegeneinander antreten: Verbeugen und los. Die beiden Schulstunden gingen viel zu schnell zu Ende. Am Ende lautete das Fazit der meisten Kinder dann auch, dass ihnen das Kämpfen am meisten Spaß gemacht habe. Einige erklärten begeistert, dass sie sehr gerne weiter im Verein mit „Sensei“ Judo lernen würden.