Ostermünchen – Ein Jubiläums-Sommerfest, das im wahrsten Sinne des Wortes verzauberte. Denn beim 40. Geburtstag des Tierheims war auch Zauberer „Magic Alex“ mit eindrucksvollen Hundevorführungen vor Ort.
Zuerst blickte Vorsitzender Tilman Rieger auf den Beginn vor 40 Jahren zurück, damals noch in Beyharting. Zuwendungen und Erbschaften ermöglichten vor 25 Jahren dann den Bau des Haupt- und Katzenhauses in zwei Bauabschnitten. Es folgten die Kranken- und Quarantänestation, die besonders Josefa Estner, die seit zwanzig Jahren stellvertretende Vorsitzende und Tierheimleiterin ist, forcierte.
Als man 2010 die Heizung (Wasserwärmepumpe) und das Dach erneuerte, stand die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Dabei entstand auch eine Kleintierstation, die Rieger liebevoll „Kaninchenpalast“ nannte. Wenig später wurde der Bau des Hundehauses Richtung Osten in Angriff genommen. Ein Hundehaus, das über die Grenzen von Ostermünchen hinweg gelobt und als Unterkunft für Pensionshunde begehrt ist. „Damit hatten wir endlich 2014 ein komplettes Tierheim in Ostermünchen“, verkündete der Vorsitzende stolz. Riegers Dank galt am Ende seinen beiden Vorgängerinnen, Hildegard Wimmer und Sylvia König. „Das ganze Werk ist aber nur möglich mit sehr viel Eigenleistungen und einem tollen Netzwerk“, betonte der Redner: Zwölf Mitarbeiter, zwei Auszubildende (Tierpfleger) und 20 Ehrenamtliche arbeiten hier. Den Umfang des Ganzen zeigen die Zahlen: Jährlich werden 200 Katzen und 30 Hunde sowie eine große Zahl an Kleintieren vermittelt. Aber: „Wir sind bis zum Stehkragen voll“, beklagte Rieger die aktuelle Lage. Das Tierheim wünscht sich, wie viele andere, eine kontinuierliche Unterstützung vom Freistaat oder den Kommunen, damit, wie Rieger es deutlich ausdrückte, die „Bettelei“ aufhört. Er verweist dabei auch auf gestiegene Energiekosten, Erhöhung des Mindestlohnes und der Tierarztkosten. Auch die Appelle, Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen, dürfen nach seinen Worten nicht ungehört verhallen. Immerhin gibt es in über 1000 Gemeinden und Städten in Deutschland bereits eine Kastrationspflicht.
Freudiger wurde es dann wieder, als der Vorsitzende einen Mann ehrte, der sich all die Jahre immer besonders eingesetzt hat: Klaus Estner, Schatzmeister und Helfer für alles. Das er an diesem Tag zudem 65 Jahre alt wurde, rundete die Gratulation ab.
Anschließend verzauberte „Magic Alex“ das Publikum. Humorvoll, gespickt mit Gags und tollen Tricks. Es gab ein Kaffee- und Kuchenbüfett, Tombola, Kellerflohmarkt und Verkaufsstände. Zu Gast war auch Mammut „Rudi“ vom Siegsdorfer Naturkunde- und Mammut-Museums. Fotoshooting für Hunde, die Vorstellung der Tierheimhunde sowie ein Besuch der Hundefreunde Thann rundeten den Tag ab. Mit Schmankerl am mediterranen Büfett endete das Sommerfest. Werner Stache