DBBC setzt Zeichen für Demokratie

von Redaktion

Hier werden die Werte gelebt – Projektabschluss im Zeichen von Respekt und Vielfalt

Bad Aibling Sind „Demokratie, Respekt und Vielfalt“ heute, speziell in Bad Aibling, noch selbstverständlich? Am „Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus“ (DBBC) gibt es sie nicht nur als Worte, sondern sie werden als Werte gelebt. Diese Ansicht vertrat Bürgermeister Stephan Schlier zum Abschluss eines einzigartigen und beispielgebenden Projekts an der Privatschule.

Applaus für gelungene Tafeln

Höhepunkt war die Übergabe eines Namensschildes sowie die Enthüllung eines Kunstwerks vor dem Bildungscampus. Applaus für die gelungenen und werteweisenden Tafeln zollten auch die Ehrengäste, darunter Peter Wummel, Leiter des Stabinstituts für die Ausbildung von Fachlehrkräften, Pfarrer Markus Merz von der evangelisch-lutherischen Gemeinde, Stadträte sowie Vertreter des kooperierenden Fußballinternats und der Starbulls Rosenheim. Den musikalischen Rahmen gestalteten Elisabeth Meixner und Martin Scheider.

Drei Tafeln spiegeln die Ergebnisse einer intensiven Projektwoche wider, in der sich gut 400 Schülerinnen und Schüler einem aktuellen Thema widmeten. Bezugnehmend auf Befragungen, etwa des Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, werde die Demokratie gegenwärtig stärker angegriffen als noch vor fünf Jahren, merkte der Aiblinger Rathauschef Stephan Schlier in seinem Grußwort an.

Zumindest sehe die Mehrheit aller Befragten die Demokratie in Gefahr. Hauptgründe seien dabei „soziale Ungerechtigkeit, Zuwanderung und politisches Desinteresse“. Ebenso sei der gegenseitige Respekt im Umgang miteinander gefühlt vor einigen Jahren besser gewesen. Stolz sein dürfe man auf eine gesellschaftliche Vielfalt, in der niemand diskriminiert und ausgegrenzt wird. Bürgermeister Schlier dankte der Schule für gelungene Aktivitäten außerhalb des Schulprojekts, zu denen „75 Jahre Grundgesetz“, „Butterfly“ mit dem Ziel, jungen Menschen historische Themen wie den „Holocaust“ zu vermitteln, oder die Teilnahme an der Kundgebung für Demokratie in München gehören.

Markus Schmidt, Geschäftsführer und Schulleiter des DBBC, bezeichnete den Festakt als Zeichen der Notwendigkeit, sich mit „Demokratie, Respekt und Vielfalt“ auseinanderzusetzen und die Werte hochzuhalten.

Das Kunstwerk, bei dessen Verwirklichung Nadine Pfahler mitverantwortlich zeichnete, bezeuge wichtige Werte wie Akzeptanz, Toleranz, Gerechtigkeit, Zivilcourage, Teamgeist, Gleichberechtigung und vieles andere. Unterstützung in der Realisierung leistete Manuela Brinkmann, verantwortlich unter anderem für die Kommunikation.

Jeder Mensch müsse respektiert werden

Eine zentrale Rolle spielte unter anderem der Schwerpunkt „Respekt“, wie ausgewählte junge Redner, die die Projektwoche als überaus gut und wertvoll bezeichneten, äußerten. Dazu gehörten Marinus Müller sowie Natalie Häusser und Carlotta Berendi. Ihrer Meinung nach verdiene es jeder Mensch, ohne Diskriminierung nach Hautfarbe, geschlechtlicher Orientierung, Religion und Ansichten, „respektiert“ zu werden. Friedliches Miteinander beginne dabei in einem selbst.

Jugendliche wie Salem Zecevic und Linnea Lenze wünschen sich eine Welt, in der Respekt Wirklichkeit wird. Das DBBC sei das beste Beispiel für eine Schule, in der jeder Mensch gleich sei und Demokratie zu Hause ist. Wie beide Schüler noch treffend, auch mit Blick auf die aktuelle Weltlage, anmerkten, sei ohne Demokratie auch kein Friede möglich.

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