Von Atombombe bis Sportgetränk

von Redaktion

Realschüler stellen Chemie- und Physik-Projekte am „Best of“-Abend vor

Bruckmühl – Herausragende Präsentationen auf hohem Niveau gab es kürzlich an der Staatlichen Realschule in Bruckmühl. Themengebende Fachschaften waren in diesem Jahr Chemie und Physik. Präsentationen werden an Schulen oft gehalten. Schade nur, dass sie keine breitere Öffentlichkeit erreichen, denn die Zeit und die Mühe, die sie kosten, sind immens.

Das dachte sich auch Schulleiterin Astrid Ranner und ließ erstmals den „Best-of“-Präsentationsabend für Projektpräsentationen der neunten Klassen öffentlich vorstellen. Dazu waren aber lange Vorarbeiten nötig, wie Katja Georgi (erweiterte Schulleitung) bei der Begrüßung ausführte. Schon im Herbst wurden in Fachschaftssitzungen von den Lehrern drei bis fünf Themen zu Physik und Chemie formuliert. Im Mai mussten die Gruppen ihre Gliederungen abgeben und zusammen mit den Klassenleitern einen Ablauf der Darbietungen vorlegen.

Die Präsentationen, weit über 100, wurden dabei nach einem einheitlichen Bewertungsbogen bewertet. Es gibt dafür zwar keine Noten, aber ein Zertifikat. Herausgekommen sind nach Georgis Worten „wunderbare und beachtliche Präsentationen.“ Mit einem „tauchen Sie einfach einmal ein in das Reich der Chemie und der Physik“ gab sie den Startschuss.

Wie gesund sind
Red Bull und Co.?

Das erste Team nahm sich den Sportgetränken an. Welche sind besser? Isotonische (Powerade), hypotonische (Mineralwasser) oder hypertonische (Red Bull)? Dabei stellten die drei jungen Damen auch gesunde Alternativen vor, wie Elektrolytpulver, Gemüsesäfte oder selbstgemixte isotonische Getränke. Und sie warnten, Sportgetränke als Alltagsgetränke zu verwenden.

Auf Oppenheimer und das Atom ging eine Gruppe von vier jungen Männern ein. Sie schilderten sehr detailliert die Folgen einer Atomdetonation. Auch die drei großen Atomstörfälle in Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima waren Gegenstand der Präsentation. Sehr anschaulich zeigten sie am Ende eine Kettenreaktion, die viel Beifall fand.

In einer PowerPoint-Präsentation gingen zwei Mädchen auf Fertigprodukte ein. Die beiden stellten dabei die vielfältigen Gefahren heraus, wie Inhaltsstoffe, die krebserregend sind oder Allergien auslösen. Am Ende gab es eine Joghurtprobe für die Anwesenden: Welcher Joghurt ist besser, der gekaufte oder der selbst zubereitete? Am Schluss hatten auch sie einen Verbraucherrat: Man solle immer darauf achten, was man esse und manche Zusatzstoffe nur manchmal essen oder sogar ganz darauf verzichten.

Feldversuch vorgeführt

Die vierte und letzte Gruppe machte ein chemisches Experiment, an dem Kindergartenkinder beteiligt waren, die dabei die Wertschätzung der Natur erfahren sollten. Das Team informierte auch über den Umgang mit Chemikalien in Naturgewässern. Sie zeigten an einem Feldversuch, wie Pfeffer die Oberflächenspannung des Wassers verdeutlicht.

Nach zwei Stunden voller innovativer und kreativer Ideen gab es reichlich Beifall für die präsentierten Themen und Beifall für die gelungene Art der Darbietungen.

Katja Georgi bedankte sich sowohl bei der Lehrerschaft für die Unterstützung, als auch bei den vielen Eltern, die an diesem Abend gekommen waren. Für Schulleiterin Astrid Ranner war es eine Bestätigung, mit der öffentlichen Präsentation den richtigen Weg gewählt zu haben.

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