Feldkirchen-Westerham – Sommer, Sonne, ein weiß-blauer Himmel, Temperaturen von 28,3 Grad – auf dem Vorplatz der Mangfalltal-Halle in Feldkirchen scharrten knapp 500 Volksfest-Enthusiasten in bester Laune mit den Hufen. Die Musikkapelle und die Jugendblaskapelle Vagen sorgten nicht nur für beste Stimmung unter der wartenden „Boxen-Crew“, sondern auch dafür, dass die „Wiesn-Enthusiasten“ nicht zu voreilig „durchstarteten“. Dazu gab es auch das ein oder andere gesponserte Maxlrainer Hopfensaft-Getränk.
400 Meter
langer Zug
Um 17.08 Uhr feuerte Zug-Chef Norbert Dank den herbeigesehnten Startschuss zum Wiesn-Einzug des 51. Volksfestes des TV Feldkirchen (TVF) ab. Im Anschluss daran machte sich der knapp 400 Meter lange bunte Zug mit den beiden Vagener Kapellen und dem Pferdegespann der Schlossbrauerei Maxlrain an der Spitze unter Beifall etlicher Zaungäste am Straßenrand durch den Ortskern auf den 1050 Meter langen Marsch Richtung Festzelt.
Mit von der Partie waren auch 14 befreundete Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen und Mitgliedern. Auch viele Angehörige des Sportvereins TV Feldkirchen mit ihren roten T-Shirts waren dabei.
Für den internationalen Touch sorgten die beiden Partnerschafts-Kommunen der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Jallais aus Frankreich und Jenesien aus der Südtiroler Region um Bozen. Die beiden Städte setzten mit ihren großen Delegationen ein großes Zeichen der Wertschätzung und der engen Verbundenheit zur Mangfalltal-Gemeinde. Mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner war auch die bayerische Regierung auf eine sympathische Art vertreten.
Nach dem Wiesn-Einzug kam es dann um 17.36 Uhr im Festzelt zu einer kleinen Sensation. Rathaus-Chef Johannes Zistl wuchtete den bronzenen Messing-Zapfhahn mit nur einem wuchtigen „Wumms“ seiner rechten Schlaghand ins Maxlrainer Holzfass, ohne dass auch nur ein Tropfen des Hopfengetränks verloren ging. Den angesetzten zweiten Sicherheitsschlag brach er dann aber routiniert und professionell mit einem lauten „O’zapft is“ ab. Für diese souveräne Aktion erhielt der Bürgermeister von Wiesn-bürgermeisterin Ines Lannig, Prinz Peter von Lobkowitz sowie den Maxlrainer-Brauerei-Offiziellen und TVF-Vorstand Anton Kammerloher Szenenbeifall auf offener Festzeltboden-Bühne. „Ich bin jetzt 18 Jahre bei der Schloss-Brauerei Maxlrain, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Bis dato hat jeder beim Anzapfen einen zweiten Schlag auf den ersten draufgesetzt, um auf Nummer sicher zu gehen“, zeigte sich Anton Hoiß, Verkaufsleiter der Brauerei, sichtlich tief beeindruckt.
Fast bis auf den
letzten Platz besetzt
In der Folgezeit mussten die 21 Volksfestbedienungen ihren ersten Härtetest bestehen, da das Festzelt schon um 18.10 Uhr mit knapp 1200 Besuchern fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Musiker der Musikkapelle Vagen sorgten unter der Leitung von Jürgen Schubert bis Mitternacht für einen bunten musikalischen Eröffnungsreigen.
Auf dem Vergnügungspark ließen die jüngeren Besucher bis in den späten Abend hinein den „Bär tanzen“. Zur späteren Stunde hatten die Sportler-Teams hinter den drei Bars den ersten Besucheransturm zu bewältigen.
TVF-Chef Kammerloher bedankte sich abschließend im Namen des gesamten Sportvereins bei allen anwesenden Ortsvereinen für ihre überaus große Teilnahme am Wieseneinzug. Dabei betonte er auch noch einmal, dass der größte Teil des Erlöses der TVF-Wiesn der Nachwuchsarbeit aller Sportsparten zugutekommt.