Bad Aibling – Der erste Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten an der Sebastianikirche im Herzen von Bad Aibling ist abgeschlossen. Wann das Geläut des Gotteshauses wieder vollständig erklingen kann, ist aber weiterhin offen.
Schon seit Sommer 2022 müssen die Stadtbewohner auf den Klang einer rund drei Zentner schweren Glocke verzichten, die Ende des 15. Jahrhunderts gegossen wurde. Sie wurde aus Sicherheitsgründen stillgelegt, weil ein Teil des Henkels abgebrochen war, der ihre Befestigung am Glockenstuhl sicherstellt.
Restaurierung noch
in vollem Gange
Am 14. März vergangenen Jahres wurde das Bronzegebilde mithilfe eines 41,6 Meter langen Kranauslegers aus dem Kirchturm gehievt und zu Boden gebracht. Für die Aktion musste am Tag zuvor sogar die Schallluke des Kirchturms etwas ausgestemmt werden. Zwischenzeitlich befand sich die Glocke für Schweißarbeiten an dem Henkel bei einer Fachfirma in Nördlingen, derzeit finden die Restarbeiten bei einer Glockenbaufirma in Passau statt.
Goedecke hatte ursprünglich gehofft, dass die Sanierung bereits vor dem Festgottesdienst, mit dem das offizielle Ende des ersten Bauabschnitts im Juli begangen wurde, an ihren ursprünglichen Standort zurückkehren könnte. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch, weil sich die Restarbeiten länger hinziehen, als der Kirchenpfleger vermutet hatte.
Kosten sind
noch offen
Ein genaues Datum für die Rückkehr der Glocke kann er noch nicht nennen, ein neues Zeitfenster hat er dennoch im Blick. „Ich hoffe schon, dass sie im September wieder eingehängt werden kann“, sagt der Kirchenpfleger.
Wie hoch die Kosten für die Arbeiten ausfallen, ist ebenfalls noch offen. In einer früheren Schätzung ging Goedecke von etwa 10000 Euro aus.