Feldkirchen-Westerham – Die Betreuungseinrichtungen „Mieba“ an der Miesbacher Straße und „Höki“ an der Höhenkirchener Straße, die seit 2017 unter dem Dach des Kinderhauses Westerham (KiWest) vereint sind, gehen ab 1. September 2025 getrennte Wege. Das hat der Feldkirchen-Westerhamer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das Gremium reagiert damit auf einen Vorstoß des „Höki“-Teams aus dem Jahr 2023.
Mehr Vor-
als Nachteile
In einem gemeinsamen Treffen zwischen der Gemeinde als Träger des Kinderhauses KiWest, den Leitungen der Einrichtungen sowie des „Höki“-Teams hatten die Teilnehmer nach Angaben der Kommune die Vor- und Nachteile der gemeinsamen Einrichtung erörtert und anschließend verschiedene Lösungsvorschläge erarbeitet, „um die Unzufriedenheit zu reduzieren.“
Lösungsvorschläge
seit Januar getestet
Diese Lösungsvorschläge wurden nach Angaben der Gemeindeverwaltung dann bis Januar 2024 in den Einrichtungen getestet. Dabei sei „klar hervorgegangen, dass die Vorteile für eine Eigenständigkeit der ,Höki‘ die Nachteile überwiege“, wie die Verwaltung dem Gemeinderat jetzt darlegte. Als Gründe für den Wunsch nach Eigenständigkeit gab Ines Bertozzi, Leiterin der Feldkirchen-Westerhamer Gemeindeverwaltung, unter anderem die Größen der Einrichtungen an, die nach und nach zugenommen hätten. Derzeit werden im Gesamthaus mit seinen beiden Einrichtungen „Mieba“ und „Höki“ insgesamt 182 Kinder im Alter zwischen einem und sieben Jahren betreut. Ab der Trennung im September 2025 geht die Gemeindeverwaltung nach derzeitigem Stand dann von 117 Kindern in der Einrichtung „Mieba“, und 65 Kindern in der Einrichtung „Höki“ aus. Neben der Leitung des Kinderhauses KiWest trage auch der Elternbeirat den Wunsch nach Eigenständigkeit mit. Für die Kommune hat die Trennung sogar einen positiven Nebeneffekt. „Spannend sind die finanziellen Auswirkungen“, so Bürgermeister Johannes Zistl (Ortsliste Vagen). So wird die Kommune zwar beispielsweise für die Position der Leitung der „Höki“, die derzeit nur als Bereichsleitung eingestuft ist, etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Dafür gibt es aber Einsparungen durch eine Rückgruppierung der „Mieba“-Leitung sowie einer Reduzierung der sogenannten Freistellungsstunden, also der Stunden, in denen das Führungspersonal von der unmittelbaren pädagogischen Arbeit für andere Aufgaben freigestellt ist.
Einsparungen
von 15250 Euro
Die Kommune rechnet damit, dass durch die Trennung der beiden Einrichtungen die Kosten der Kita „Höki“ um 20500 Euro steigen werden. Im Gegenzug sollten sich die Kosten der Kita „Mieba“ nach Berechnung der Gemeinde dafür aber um 35750 Euro reduzieren. Was letztlich für eine jährliche Einsparung von rund 15250 Euro im kommunalen Haushalt führen soll.
Namensänderung nicht vorgesehen
Dennoch wird das „Höki“-Team auf dem Weg in die Eigenständigkeit einen Wermutstropfen hinnehmen müssen. Die Mitarbeiter hatten nämlich den Wunsch geäußert, einen neuen Namen für die Einrichtung „mit direktem Bezug zum Umfeld“ zu bekommen und als Favorit „Kinderhaus Mangfallzwergal“ angegeben. Bürgermeister Zistl sprach sich jedoch dafür aus, „bei einheitlichen Namen“ zu bleiben. Weshalb das Gremium letztlich einstimmig dafür votierte, den Namen „Höki“ als Abkürzung für den Standort an der Höhenkirchener Straße beizubehalten.