Feldkirchen-Westerham – Während über dem Gemeindegebiet Feldkirchen-Westerham in den zurückliegenden Tagen hochsommerliche Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke sowie abendliche Blitz- und Donner-Szenarien samt heftigen Regengüssen und einem Temperatursturz um 14,5 Grad für gehörige Wetterkapriolen sorgten, herrschte unter dem Festzeltdach des Volksfestes eine stabile Hochdruck-Stimmungslage. Die „51. Wiesn“ des TV Feldkirchen (TVF) war einmal mehr unter dem Motto „bodenständig, gmiatlich und griabig“ für zehn Tage der regionale Treffpunkt für Jung und Alt. Dieses rundherum positive Fazit zogen alle Beteiligten am Finalabend um 20.52 Uhr.
Mix aus Tradition
und Sport
Die Grundlage für diese Volksfest-Erfolgsgeschichte war der perfekte Mix aus bayerischer Tradition und bayerischem Brauchtum mit Sport, Unterhaltung und
Action. Ab dem ersten Tag war deutlich zu spüren, wie sehr sich die Feldkirchener und Westerhamer mit ihren Gästen wieder auf ihr Volksfest gefreut haben. Dementsprechend euphorisch wuchtete auch Rathauschef Johannes Zistl am Auftaktabend mit nur einem Schlag den Messinghahn ins erste Maxlrainer-Wiesn-Bierfass. 13 Musikkapellen und Bands sorgten für die unterschiedlichsten Rhythmen unter dem Festzeltdach und brachten in Teilen den Festzeltboden zum Beben. Wer es etwas ruhiger haben wollte, konnte idyllische Open-Air-Atmosphäre bei den Sonnenuntergängen in den beiden Biergärten genießen. Rund ging es auch auf dem abgegrenzten und kostenfreien Kinderareal mit einem XXL-Sandkasten samt Spielzeug, Hüpfburg und Mini-Fußballtoren. Auch legten die TVF-Verantwortlichen wieder ihren Fokus auf ein soziales Engagement. So konnte eine Jugend-Caritas- Wohngruppe Rosenheim an allen Volksfesttagen in eigener Verantwortung und in enger Kooperation mit dem Schausteller-Chef Marvin Agtsch einen eigenen Eis-, Popcorn- und Crêpes-Stand betreiben. Der dabei erzielte Reinerlös fließt zu 100 Prozent der Caritas-Jugendarbeit zu.
Während der zehntägigen Volksfest-Gaudi sorgten pro Tag knapp 40 TVFler dafür, dass die Gäste eine unbeschwerte Zeit genießen konnten. „Was hier in ehrenamtlicher Teamarbeit geleistet wurde, ist aller Ehre wert“, zeigt sich Anton Kammerloher rückblickend auf seine Mannschaft stolz. Erfreut war der TVF-Vorstand auch, dass es in diesem Jahr wieder viele junge Familien auf die Wiesn zog und die zehntägige „Gaudi-Zeit“ gänzlich unfallfrei „über die Bühne ging“.
Auf die Nachfrage „wie war’s denn?“, zeigten bei der Wiesn-Organisatorin Ines Lannig, den Schaustellern sowie den Bedienungen und den Geschäftsbetreibern die Daumen beider Hände nach oben. Dazu attestierte Volksfest-Chefin Lannig ihrem Team große Kämpferqualitäten, „unsere Mannschaft war mal wieder bestens ein- und aufgestellt, um diese großen organisatorischen Herausforderungen sicher zu meistern, Respekt dafür“.
„An mehreren Tagen war die Bude rappelvoll“, bilanziert dazu ein sichtlich zufriedener TVF-Kassier Matthias Merkt. Dementsprechend wurden auch die Oberarmmuskeln der Wiesn-Bedienungen einem Härtetest unterzogen. „Nette, unkomplizierte und gut aufgelegte Leute“, beschreibt Bedienung Dani die Gäste.
„Sympathisches
Aushängeschild“
Für Bürgermeister Johannes Zistl war die „Fünfte Feldkirchener Jahreszeit“ wieder einmal „die perfekte Visitenkarte und das sympathische Aushängeschild der Gemeinde“. Etwas Wehmut kam bei allen bei den Themen „Brillant-Feuerwerk“ und „Flohmarkt“ auf. Beide beliebten Veranstaltungen wurden Opfer der Wetterkapriolen und fielen sprichwörtlich „ins Wasser“.
Auf Neuerungen für die „TVF-Wiesn 2025“ abschließend angesprochen“, kommt die Antwort von Wiesn-Bürgermeisterin Lannig spontan mit einem Augenzwinkern und Lächeln, „vielleicht bekommen die Mütter, wie mehrfach gewünscht, am großen XXL-Kids-Sandkasten ihre kleine Prosecco-Bar zum Relaxen“.