Bruckmühl – Neben den Arbeiten von Doris Hahlweg werden Werke von Ingrid Floss, Jon Groom, Uli Zwerenz sowie zwei Vertretern der „radical painting group“, Marcia Hafif und Phil Sims, zu sehen sein. Die Vernissage findet am Sonntag, 8. September, um 11 Uhr statt. Die Einführungsrede hält Dr. Ulrich Schäfert. Die Ausstellung dauert bis 13. Oktober und ist eine von fünf Ausstellungen der Mitglieder des künstlerischen Beirats, die aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Galerie Markt Bruckmühl je eine Ausstellung gestalten und ihren künstlerischen Kosmos präsentieren.
Ausstellung im
In- und Ausland
Doris Hahlweg, Jahrgang 1957, geboren in São Paolo, Brasilien, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Internationalen Sommerakademie Salzburg. Seit rund 30 Jahren sind ihre Bilder in Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Seit September 2017 gehört sie als Nachfolgerin von Charlotte Dietrich dem Künstlerischen Beirat der Galerie Markt Bruckmühl an. Bei der von Doris Hahlweg zusammengestellten Ausstellung geht es um „Malerei die nichts, das außerhalb ihrer selbst liegt, repräsentieren will. Die nichts abbilden will, nichts erzählen will“, so die Künstlerin. Es sei eine Malerei, die von der Farbe ausgehe, im Sinne von Farbmasse. Farbe in ihren unterschiedlichen Zuständen, dick, dünn, zäh, bröselnd, laufend, stumpf oder glänzend. Farbe sei eine eigene Sprache oder stehe vielmehr außerhalb von Sprache. „Farbe braucht keine Übersetzung. Die Bilder zeigen sich selber als das, was sie sind“, so Doris Hahlweg. Es gehe weder um Narratives noch Gegenständliches, sondern um bestimmte Farben und deren Zusammenspiel.
Es können nahezu monochrome Bilder sein wie bei Marcia Hafif und Phil Sims, großzügige Leihgaben der Galerie Rupert Walser. Marcia Hafif und Phil Sims sind zwei Vertreter der „radical painting group“, die in den 1970er- und 1980er-Jahren in New York eine radikal auf den Farbauftrag fokussierte Malerei vertraten. Dazu kommen starkfarbige Kompositionen von den im Raum München lebenden Künstlern Ingrid Floss, Jon Groom und Uli Zwerenz.
Ingrid Floss, Jahrgang 1970, studierte unter anderem an der Akademie der Bildenden Künste München und schloss als Meisterschülerin ab. Sie übte eine Lehrtätigkeit am Hubei Institut of Fine Arts in Wuhan, China, aus und ist seit 2011 als Dozentin an der Kunstakademie Bad Reichenhall und Kolbermoor tätig. Jon Groom, geboren 1953 in Wales, studierte unter anderem am Cardiff College of Art und der Chelsea School of Art in London. Seit 1978 sind seine Arbeiten zum Beispiel in London, New York, Mailand und Mexiko-Stadtzu sehen.
Uli Zwerenz, geboren 1958 in München, studierte an der Hochschule für Künste in Berlin und war Meisterschüler. Zwerenz ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 1986 sind seine Arbeiten in Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
Marcia Hafif (1929 bis 2018) und Phil Sims, beide in Kalifornien geboren, gehören zur „radical painting group“, wobei das Adjektiv radikal nicht in einem politischen oder ideologischen Sinn gemeint ist, sondern sich auf den Ursprung von Malerei bezieht, den Umgang mit Farbe. Die Ausstellung lädt ein zu einer Reise durch die Welt der Farbe in all ihren Möglichkeiten. cla