Bad Feilnbach – Es war ein zutiefst bewegender Moment, als eine Delegation der Burschenschaft Wiechs aus Bad Feilnbach einen Spendenscheck in Höhe von 10500 Euro an Sabine Kuhn, die Vorsitzende des Vereins Silberstreifen aus Vogtareuth, überreichte. Auch Vicky Zettel, die Mutter des siebenjährigen Finni, zeigte sich überwältigt von der großzügigen Summe.
Ihr Sohn kämpft sich seit einem Herz- und Atemstillstand Anfang des Jahres zurück ins Leben. Die Familie aus Feldkirchen-Westerham, deren Alltag durch diesen Schicksalsschlag komplett auf den Kopf gestellt wurde, wird die Spende zu 100 Prozent für dringend notwendige Anpassungen verwenden. Dazu gehören der Einbau eines Treppenlifts und der Umbau des Autos, um Finni und seinen Rollstuhl sicher transportieren zu können. Der Großteil der Spendensumme, nämlich 9250 Euro, kam durch eine Versteigerung von Dirndln und Burschen anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Burschenschaft zusammen (wir berichteten).
Dank weiterer Spenden von Besuchern und einer Aufstockung aus der Vereinskasse der Burschen konnte der beeindruckende Gesamtbetrag erreicht werden. „Eigentlich wollten wir auch an das BRK Raubling und die Feuerwehr Bad Feilnbach spenden“, berichtet Vitus Reger Junior, der Vorstand der Burschenschaft. Doch beide Institutionen verzichteten zugunsten von Finni auf ihre Anteile – eine Geste, die bei allen Beteiligten große Anerkennung fand.
„Solche Momente zeigen, dass die Menschheit doch noch zusammenhält“, betonte auch Sabine Kuhn, deren Verein neurologisch erkrankte Kinder unterstützt. Beim Treffen in der Schön-Klinik Vogtareuth, wo Finni voraussichtlich bis Ende des Jahres bleiben wird, erzählte Vicky Zettel von den tragischen Ereignissen im Januar, als ihr Sohn in den Armen seines Vaters einen Herz- und Atemstillstand erlitt, ausgelöst durch eine Superinfektion. Seitdem kämpft Finni sich, unterstützt von seiner Familie und dem Team der Klinik, in kleinen Schritten zurück ins Leben.
Doch neben der Sorge um ihren Sohn, stehen die Zettels auch vor zahlreichen bürokratischen Hürden: „Momentan erhalten wir die ersten Bewilligungen für Hilfsmittel“, berichtet Vicky Zettel. Dankbar nahm sie die Unterstützung der Burschenschaft entgegen, fand aber auch bewegende Worte: „So großartig eure Hilfe ist, ich wünschte, wir bräuchten sie nicht. Ich würde alles dafür geben, wenn Finni einfach nur gesund wäre.“ kok