Reihe an Reihe stehen die Frauen am Tisch. Eine stundenlange und mühevolle Arbeit.
Maxlrain – Im Hopfengarten der Schlossbrauerei Maxlrain wurde kürzlich wieder fleißig gearbeitet: Eifrige Frauen trafen sich, um im „Hopfenland Maxlrain“ unzählige der beliebten Hopfenkränze zu binden.
Fester Termin im Jahreskalender
Die Veranstaltung des Hopfenkranzbindens ist seit fast 15 Jahren fester Bestandteil im Jahreskalender des Obst- und Gartenbauvereins und der Landfrauen aus Beyharting. In der gut 100 Kilometer entfernten Hallertau gehören Hopfenkränze traditionell zum Schmuck vieler Häuser.
Gehegt und gepflegt wird der Hopfengarten in Maxlrain, der als Schaugarten dient, von August Neureuther und seiner Frau Josefa. Sie bringen auch das Grundmaterial zum Binden mit. Unter ihnen auch einige, die zeigen, wie die wenigen Frosttage im Mai dem Hopfen zugesetzt haben. Dank des vielen Regens gab es aber auch viele Hopfendolden.
Während draußen die Sonne vom Himmel brannte, banden die Frauen drei Tage lang, was das Zeug hielt. Am Sonntag wurden die Kränze dann verkauft und der Andrang war immens. „Der Hopfenkranz ist als Türschmuck besonders für die Zeit zwischen Herbst und Weihnachten geeignet“, betonte Josefa Neureuther. „Er riecht auch sehr angenehm“, fügte Christine Daxenbichler hinzu.
Südlichstes Gebiet
in ganz Bayern
Auch der Brauereidirektor Roland Bräger ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen. Er ist besonders stolz, aber nicht nur auf den Hopfengarten, immerhin ist er der Südlichste in Bayern, sondern auch auf den Brauch des Hopfenkranzbindens. Und vor allem auf die engagierten Frauen des Gartenbauvereins und der Landfrauen.
Denn schon in wenigen Wochen, Mitte Oktober, sind die Frauen wieder im Einsatz: Da steht das alljährliche Krauthobeln am Bräustüberl an. Dann sogar fünf Tage lang. ws