Grünes Gold und Majestäten in Maxlrain

von Redaktion

Sieben Minuten harte Arbeit beim Hopfazupfa-Fest – Sebastian Obermaier unschlagbar

Maxlrain – Bestes Sommerwetter, viele Besucher und Prominente, die einmal auf anderem Terrain unterwegs waren als gewohnt, dazu passende musikalische Unterhaltung und ein Blick hinter die Kulissen prägten das Hopfazupfa-Fest in Maxlrain.

Sebastian Obermaier, der die Gemeinde Bad Feilnbach beim Promi-Zupfen vertrat, brachte am Ende 1220 Gramm Dolden in die Hopfa-Kirm. Mit nur 60 Gramm weniger musste sich Landrat und Lokalmatador Otto Lederer geschlagen geben und landete auf dem zweiten Platz. Ins Mittelfeld schafften es Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl und Bad Aiblings Stadtchef Stephan Schlier. Mit dabei aus der Region waren auch die Landtagsabgeordneten Sebastian Friesinger und Daniel Artmann.

Prinzessinnen und Königinnen zu Gast

Am Zupfen beteiligte sich auch das Hopfen-Dreigestirn aus der Hallertau: Hopfenkönigin Eva-Maria Pichlmeyer, Vize-Königin Anna Fischer und Hopfenprinzessin Sophie Huber sowie die Bayerische Bierkönigin Linnea Klee.

Begonnen hatte der Tag mit einem Gottesdienst am Hopfenfeld, den Pfarrer Drago Curic als Schloss-Geistlicher zusammen mit seinem Vorgänger Johannes Palfi unter Mitwirkung des Männergesangvereins Großkarolinenfeld zelebrierte. Zur Wandlung schossen die Miadakina Böllerschützen Salut, Mitarbeiter der Brauerei lasen die Epistel und sprachen Fürbitten.

Peter Prinz von Lobkowicz freute sich in seiner Begrüßung darüber, dass bereits am frühen Morgen der Zulauf enorm war. Im Lauf des Tages waren es mehrere Tausend Besucher, die sich im Zelt sowie im provisorischen Biergarten davor niedergelassen hatten. Reger Betrieb herrschte auch im Hopfenfeld, wo Groß und Klein die Möglichkeit hatten, selbst die Dolden von den Ranken zu zupfen. Mehrmals ertönte der Ruf „Hopfa kimmt“, unter dem die meterhohen Stränge mit einem langen Stock zu Fall gebracht wurden. Angeleitet wurden alle von Zupfern aus der Hallertau, die zeigten, wie früher professionell das grüne Gold ohne Blätter in die Körbe gebracht wurde. Dass Hopfen auch für dekorative Zwecke Verwendung findet, zeigten die Beyhartinger Landfrauen. Unermüdlich fertigten sie Hopfenkränze, und kaum ein Besucher verließ das Gelände, ohne ein solches Exemplar mit nach Hause zu nehmen. Angeboten wurden zudem auch Getränke mit und ohne Alkohol, mit Hopfen als Zutat. Kurz vor Mittag zog dann die Willinger Musi auf das Festgelände. Die Aiblinger Gebirgsschützen folgten und hatten eine Überraschung mitgebracht (Bericht folgt). Am frühen Nachmittag ging es für die Promi-Zupfer schließlich ans Werk. Moderatorin Regina Wallner holte in zwei Runden je sieben Zupfer auf die Bühne und Brauereidirektor Roland Bräger gab das Startzeichen für jeweils sieben Minuten harte Arbeit. Am Ende freute sich Sebastian Obermaier als Sieger über die von der Brauerei gestifteten 500 Euro, die einem wohltätigen Zweck in der Gemeinde Bad Feilnbach zugeführt werden.

Zahlreiche Besucher nutzten auch die Gelegenheit, die neue Abfüllanlage im laufenden Betrieb zu besichtigen.