Bruckmühl – Ohne größeren Diskussionsbedarf und „ohne Wenn und Aber“ stimmten die Mitglieder des Bruckmühler Marktauschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig einer sogenannten Ortsabrundungssatzung für den südwestlichen Bereich des Bruckmühler Gemeindeteils Ginsham zu. Damit ermöglichen sie zugleich ein künftiges Baurecht für zwei Einfamilienhäuser zur Eigennutzung der jeweiligen beiden Grundstückseigentümer.
Thomas Brückner führte eingangs aus, dass ein Baurecht für die beiden geplanten Grundstücke aufgrund ihrer Außenbereichslage nur dann umgesetzt werden kann, wenn die entsprechenden Flächen durch eine Ortsabrundungssatzung mit in den bebaubaren Ortsteil von Ginsham einbezogen werden. „Wichtig ist dabei, dass dies aber mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung vereinbar ist“, machte der neue Bauamtsleiter klar. Weiter erläuterte er, dass das in die Beratung mit einbezogene Landratsamt Rosenheim „ohne ein klares Ja- oder klares Nein-Votum“ die Sachlage eher zwiespältig und fragwürdig sehe.
Die vorgesetzte Behörde bemängelte mögliche Probleme oder Konflikte bei einer baulichen Abgrenzung vom Innen- zum Außenbereich. Das Votum der vorgesetzten „Entscheider-Behörde“ lautete: Bei einer entsprechenden rechtlichen und nachvollziehbaren Begründung könne die Satzung eventuell doch zulässig erlassen werden.
Für Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) war die Sachlage im Gegensatz zum Landratsamt „glasklar“: „Die von uns neu vorgegebene und gezogene Linie bildet einen harmonischen Abschluss an der westlichen Ortsteilgrenze, wir werden die Sache so begründen, dass das Landratsamt unsere positive Sichtweise auch problemlos mitgehen kann.“
Diese Sichtweise wurde auch von Fraktionskollegen Christian Kastl gestützt. Gleiches galt für Hubert Maier. „Die Linienführung der neuen Grenze ist klar und nachvollziehbar. Wir sollten damit den beiden jungen Burschen aus Ginsham ein Bauen ermöglichen“, sagte der CSU/PW-Rat. Dieser Argumentation schlossen sich alle Mandatsträger bei der finalen Abstimmung ohne weiteren Beratungsbedarf an. Torsten Neuwirth