Feldkirchen-Westerham – Die starken Regenfälle mit den Überschwemmungen Anfang Juli dieses Jahres haben es wieder deutlich gezeigt: Der Hochwasserschutz in Feldkirchen hat noch Nachholbedarf. Dieser könnte bald aufgeholt sein, denn die im Abschnitt B zusammengefassten Positionen hat der Gemeinderat jetzt – zumindest planerisch – auf den Weg gebracht.
Ein Rückblick auf die Maßnahmen, die schon 2015 umgesetzt wurden. Der Bereich nordwestlich von Feldkirchen in Richtung Leiten und Buchberg wurde nachgebessert. Als letzte Maßnahme wurde mit einer Mauer um das Rückhaltebecken Glonner Straße/Pfarrer-Huber-Ring das Fassungsvolumen stark erhöht: Von 16500 auf jetzt knapp 90000 Kubikmeter wurde es mehr als verfünffacht. Die davorliegenden Becken wurden nach dem sogenannten Kaskadenspeichersystem der aktuellen Hochwasserschutzplanung angepasst. Der Zu- und Ablauf zu diesem jetzt erweiterten Becken wird mithilfe einer Steuereinrichtung geregelt. Mit diesen Rückhaltebecken kann der Wasserstand des gesamten, sogenannten Feldkirchner Baches gesteuert werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme lagen bei 1,2 Millionen Euro.
Warum aber gab es an diesen Juli-Tagen im Bereich Ollinger- und Salzstraße trotzdem wieder massive Überschwemmungen und auch Wasserschäden? Die Ursache liegt darin, dass der Abschnitt B, der Abhilfe schaffen soll, zwar beschlossen, die Ausführung aber noch auf sich warten lässt. Vorgesehen ist, dass der Bach, der bislang unter dem ehemaligen „Huberwirt“ seinen Weg in Richtung Osten nimmt, verlegt und vergrößert werden soll. Hintergrund: Er kann das Hochwasser, das vom Grieblweg und Kreuzberg kommt, nicht mehr aufnehmen. Der Starkregen wird zwar seit 2015 in großen Rohren unter der Staatsstraße bis zum Kreuzungsbereich Salzstraße/Ollinger Straße geleitet, doch dann entsteht am Einlauf zum Bach ein Rückstau, der zum Überlaufen führt. Das heißt, dass diese Engstelle behoben werden muss und ein Trenn- oder Vereinigungsbauwerk eingebaut werden soll. Der neu verlegte Bach würde weiterhin in Richtung Seniorenheim laufen, hätte dann aber genügend zusätzlichen Platz.
In der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat heißt es dazu, dass derzeit die Grundstücksverhandlungen sowie die Anpassung der Planung an die neuesten Erkenntnisse laufen. Zeitlich ist die Ausführungsplanung bis Jahresende 2024, Anfang 2025 vorgesehen. Der Baubeginn soll anschließend nach Abstimmung mit den Grundstücksnachbarn erfolgen. Die Bauzeit wird auf acht bis zehn Monate geschätzt. Die Kosten sind mit rund 1,5 Millionen Euro angegeben. me