Bruckmühl – In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich das Bruckmühler Ratsplenum mit dem Thema „Feuerwehr“. Nach einer eingehenden Sacherörterung war die vorherrschende Kernaussage, „der Marktgemeinderat bekennt sich zu seinen sieben selbstständigen Feuerwehren als Pflichtaufgabe der Kommune“. Daher beschloss er auch einstimmig den zur Abstimmung vorgelegten Feuerwehrbedarfsplan des Marktes Bruckmühl für den Zeitraum 2024 bis 2028. Dies schließt für die kommenden Jahre auch ein im Haushalt verankertes Investitionsvolumen von je vier Millionen Euro für Fahrzeuge und technische Ausstattung sowie auch für bauliche Maßnahmen an Feuerwehrhäusern mit ein.
Gebiet besteht aus
45 Gemeindeteilen
Grundlage für den Feuerwehrbedarfsplan bildeten die von einem Ingenieurbüro für Brandschutztechnik und Gefahrenabwehrplanung umfangreich zusammengestellten Daten für das 50,2 Quadratkilometer große und aus 45 Gemeindeteilen bestehende Einsatzgebiet. Diese umfassten die Themenbereiche Gefahrenpotenziale, Ausrückzeiten sowie Löschwasserversorgung und Gefahrenabwehrkonzepte. Fahrzeugausstattungskonzepte und eine Bestandsaufnahme der Feuerwehrgerätehäuser waren mit nötigen Investitionsprogrammen unterlegt. Den Schlusspunkt setzte die Personalausstattung.
Nach Darstellung von Jennifer Steinberger, bei der Marktgemeinde zuständig für den Bereich Feuerwehren und Katastrophenschutz, wurden diese Daten nach ihrer Auswertung in einen Feuerwehrbedarfsplan zusammengefasst. „Das nun vorliegende Zahlen-Daten-Faktenwerk zeigt den aktuellen Stand der Gefahrenabwehr durch die Gemeinde-Feuerwehren samt der geplanten materiellen und personellen Entwicklung bis zum Jahr 2028 auf.“
In dem Zusammenhang stellte die Sachbearbeiterin klar, dass an der konzeptionellen Arbeit im Rahmen einer größtmöglichen Transparenz maßgeblich auch die Führungsebene der Gemeinde-Feuerwehren, der Feuerwehrreferent als auch die Fraktionssprecher mit eingebunden waren. Als logischer Folgeschritt könnte nach Beschlussvorlage durch die Verwaltung noch ein Feuerwehrstandort-Entwicklungskonzept über den Zeitraum 2024 bis 2028 hinaus als Entwurfsfassung dem Ratsplenum vorgelegt werden.
Bürgermeister Richard Richter, CSU/PW, attestierte allen sieben Wehren ein hohes ehrenamtliches Engagement. Mit Blick in die nahe Zukunft votierte er dafür, den Floriansjüngern auch künftig durch eine zeitgemäße materielle und logistische Ausstattung die Basis für ihr professionelles Engagement zum Wohle der Bruckmühler Bürger zu geben. In dem Zusammenhang plädierte Wolfgang Huber, die Bündelungs- und Zentralisierungsmöglichkeiten von vorhandenen Ressourcen aller Feuerwehren zu prüfen, um sich für künftige und notwendige Investitionen einen größeren Spielraum zu verschaffen. Dies griff Markus Zehetmaier auf. Der Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft erklärte, dass unter strategischen Gesichtspunkten bei allen sieben Gemeinde-Feuerwehren unter dem Motto „Wer braucht was an Ausstattung, Einsatzfahrzeugen, Einsatzmitteln und Gebäuden für seine Tätigkeit“ eine eingehende Bestandsanalyse erstellt wird. „Darauf aufbauend können wir dann zielgerichtet und regulierend agieren und die Finanzmittel dort punktgenau einsetzen, wo sie mit dem höchsten Effizienzgrad von Nutzen sind“, so Markus Zehetmaier.
Jeder Euro ist
bestens investiert
Für CSU/PW-Rat Hubert Maier war die Sache klar: „Unsere Feuerwehren haben einen großen Einsatzwert, jeder Euro, der hier reingesteckt wird und der Leben retten kann, ist bestens investiert.“
Für Feuerwehrreferent Andreas Riedl, CSU/PW, hatte grundsätzlich die langfristige Bestandssicherung aller sieben Wehren abschließend oberste Priorität.
Am Ende der knapp 50-minütigen Beratung stellte sich das Ratsplenum mit einem großen Vertrauensbeweis und einem einstimmigen und positiven Beschluss geschlossen hinter die gut 350 Floriansjünger der sieben Wehren.