Bruckmühl – Im Rahmen der Jahresversammlung des Sportvereins SV Bruckmühl (SVB) stand neben einer aktuellen Bestandsaufnahme
(wir berichteten) auch eine Sonderehrung im besonderen Fokus und bildete den emotionalen Höhepunkt des Abends. Der langjährige SVB-Vorsitzende Klaus Christoph wurde zum ersten „Ehrenpräsidenten des SVB“ in der über 110-jährigen Vereinshistorie ernannt.
Am Ende des offiziellen Teils, nachdem alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren, machte es Bernhard Gleissner, Vorsitzender des SVB, noch einmal spannend: „Was haben Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß oder auch Baron Pierre de Coubertin gemeinsam?“ Nachdem unter den anwesenden Mitgliedern großes Stirnrunzeln herrschte, klärte er auf, dass die Genannten aufgrund ihres großen und langjährigen Engagements, der damit verbundenen außerordentlichen Verdienste oder herausragenden Leistungen von ihren Vereinen oder Institutionen den Ehrentitel „Ehrenpräsident“ verliehen bekamen. Dann spannte er den Bogen wieder zur Mitgliederversammlung: „Hier im SVB-Sportheim sitzt heute ein ganz besonderer Mensch, dem wir zu großem Dank verpflichtet sind und dessen ehrenamtliches Engagement wir heute entsprechend ehren wollen. Ich meine Klaus Christoph.“ In seiner folgenden Laudatio zählte er die zahlreichen Funktionen und Ämter auf, die sein Vorgänger „mit riesigem persönlichem Idealismus erfolgreich ausübte“. So war Christoph maßgeblich 37 Jahre, zwei Monate und sieben Tage lang als Vorsitzender des SVB an der positiven Entwicklung des Sportvereins beteiligt. Als sein sogenanntes Meisterstück führte er den Neubau des jetzigen SVB-Sportareals an. „Du hast den größten Teil deines Lebens deinem SVB gewidmet. Dies ist aller Ehren wert und kann mit Worten gar nicht genug gewürdigt werden“, betonte Gleissner.
Darüber hinaus bezeichnete er Christoph als einen der Erfolgsväter des Bruckmühler Volksfestes, der „SVB-Wiesn“. In diesem Zusammenhang hob SVB-Chef Gleissner auch das hohe soziale Engagement von Christoph mit zahlreichen Aktionen hervor: „Du warst und bist stets sehr hilfsbereit, hast immer ein offenes Ohr und das Herz am rechten Fleck und bist deinem Sportverein innig verbunden.“
Mit einer großen Sympathiebekundung der zahlreichen Mitglieder überreichte SVB-Vorstand Gleissner an Christoph die bis dato höchste Vereinsauszeichnung, den SVB-Ehrenteller aus Keramik: „Es ist vielleicht nicht die hübscheste Schale, aber die Bedeutung zählt.“ Dazu bekam Christoph noch eine besondere Ehrung des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) in Form einer Ehren-Urkunde und der damit verbundenen Anstecknadel als Würdigung für sein langjähriges und vorbildhaftes Engagement.
Dann folgte der finale und festliche Schlusspunkt mit „purem Gänsehaut-Potenzial“. Christoph erhielt erstmalig in der SVB-Vereinsgeschichte unter großem Jubel aller Anwesenden den Ehren-Titel des „Ehrenpräsidenten des SVB“ verliehen, der nach Aussage von Gleissner nicht nur auf Lebenszeit, sondern auch darüber hinaus Bestand hat. tn