Ein notwendiger Tag für das Tierheim

von Redaktion

Unterstützer und Interessenten treffen sich in Ostermünchen beim Tag der offenen Tür

Ostermünchen – Auch das frostige Herbstwetter hielt die Tierfreunde nicht ab, das Ostermünchner Tierheim beim Tag der offenen Tür zu besuchen. Und dabei hatten die Verantwortlichen der IG Mensch und Tier sogar noch großes Glück, denn am Vortag regnete es 24 Stunden am Stück.

Nicht so aber am Tag der offenen Tür. Zahlreiche Info- und Verkaufsstände zogen sich um das Tierheim, dazu ein Flohmarkt und der traditionelle Kellerflohmarkt im Untergeschoss des Gebäudes. Dabei kam so mancher Euro in die Kasse der Interessengemeinschaft und die sind auch mehr als notwendig. Nach Josefa Estner, jahrelange Zweite Vorsitzende, haben die letzten Monate nicht nur an den Kräften der Helfer, sondern auch an den Finanzen gezerrt.

Zahlreiche Notfalltiere, Hunde, Kleintiere und vor allem Katzenwelpen mussten notfallmäßig aufgenommen werden. „Nur zu jammern bringt aber nichts, deshalb sind unsere Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil, um die Kosten zu stemmen“, betonte Estner. Für die Besucher war auch das Tierhaus geöffnet, Katzen und Kleintiere konnten so in ihrem schicken Domizil besucht werden. In den Gesprächen der Tierheimbediensteten mit den Besuchern kam auch hier immer wieder die Katzenschutzverordnung ins Spiel. Estner: „Die Katzenschutzverordnung würde uns so vieles erleichtern und wir werden weiter darum kämpfen, dass der Landkreis Rosenheim sich den Vorbildern aus anderen Kommunen in Bayern anschließt.“ Vorsitzender Tilman Rieger verwies kürzlich bei der 40-Jahrfeier ebenfalls auf dieses brennende Thema: Auch die Appelle, Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen, dürften nach seinen Worten nicht ungehört verhallen. „Immerhin gibt es in über 1000 Gemeinden und Städten in Deutschland bereits eine Kastrationspflicht“, verwies Rieger. Am Ende des Tages war man bei den Verantwortlichen aber froh, dass es trocken blieb. „Das Wetter war uns gnädig und so durften wir viele Besucher begrüßen, die unsere Arbeit zu schätzen wissen, und auch viele, die uns das erste Mal besucht haben“, zog Josef Estner ein erfreuliches Fazit. Und so konnten die Ostermünchner an diesem Tag auch wieder auf der Trainingswiese die Vermittlungshunde vorstellen. Dabei erfuhr man so manches über die Arbeit mit den Tieren. Und nicht fehlen durften natürlich der Kaffee und die köstlichen Kuchen der fleißigen Bäckerinnen. Und wenn am Ende eine kleine Spende übrig blieb, waren die Verantwortlichen froh, denn Tierfutter für Hunde und Katzen kostet Geld, ebenso die tierärztlichen Aufwendungen. Aber auch ohne Obolus kann man helfen: Ehrenamtliche Helfer für Tierbetreuung und Versorgung sind stets willkommen. ws

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