Lage bleibt kritisch

von Redaktion

Wasserstand in der Kläranlage sinkt nur langsam

Bruckmühl – Die Lage in Teilen der Marktgemeinde bleibt weiterhin kritisch. Auch am Mittwochvormittag bereiten das Grundwasser und das eingeleitete Wasser nach wie vor Probleme. Am Vortag hatte die Kommune erstmals darauf hingewiesen, dass aufgrund der Wassermengen und des steigenden Grundwassers die Kapazitäten der Kläranlage Bruckmühl ausgeschöpft sind. Da das Wasser deshalb in den Kanal rückgestaut werden musste, besteht ein Risiko für die umliegenden Haushalte, so die Warnung. So könne es in Waldheim und Heufeld zu Wasser in den Häusern beziehungsweise Kellern durch den Kanal kommen.

Nun teilte eine Sprecherin der Marktgemeinde zunächst am Mittwochvormittag mit, dass der Grundwasserpegel und der Wasserstand in der Kläranlage „unvermindert hoch“ blieben. Man weise deshalb noch einmal ausdrücklich darauf hin, „dass generell kein abgepumptes Wasser aus Kellern oder Oberflächenwasser in das Kanalnetz eingeleitet werden darf.“ Genau das habe nämlich zur aktuellen Überlastung und zur brenzligen Lage geführt.

Sandsäcke stehen
zur Abholung bereit

Auch Bürgermeister Richard Richter hatte gegenüber dem Mangfall-Boten an die Vernunft der Bürger appelliert und die betroffenen Menschen darum gebeten, die Anweisungen zu berücksichtigen. Dagegen sollten möglichst wertvolle Gegenstände in Waldheim und Heufeld aus den Kellern entfernt werden.

Wegen des ansteigenden Grundwassers stellte die Feuerwehr Heufeld zudem mehrere Gitterboxen, gefüllt mit Sandsäcken, zur eigenen Abholung im Bereich Spielplatz/Waldschlössl in Waldheim auf. Vom Hochwasser geschädigte oder gefährdete Haushalte sollen so mehr geschützt werden. Noch am Dienstagabend war die Gemeinde davon ausgegangen, dass sich die Pegelstände am Mittwoch, auch aufgrund der Wetterprognose, wieder normalisieren.

Nach einem leichten Rückgang über Nacht war der Pegel am Mittwochvormittag an der Einlaufstelle zum Klärwerk jedoch wieder bei 250 Zentimeter (normal 90), hieß es seitens der Marktgemeinde. Feuerwehren, Bauhof und Verwaltung sind also nach wie vor im Einsatz und haben ein wachsames Auge auf die Situation. Etwas später vermeldete die Kommune, dass der Pegelstand an der Bruckmühler Kläranlage langsam sinke (von 250 Zentimeter auf aktuell 215). Die Lage bleibe jedoch vorerst ernst, aber die Maßnahmen greifen langsam. Laut einer Pressemitteilung der Marktgemeinde gilt deshalb: „Wasser unter keinen Umständen in den Kanal oder die Straßenentwässerung abpumpen. Nur in Privatgärten und Wiesen ableiten. Alle Maßnahmen, die den Kanal belasten, sind zu vermeiden. Tipps zur weiteren Entlastung des Systems: Verzichten Sie vorerst auf den Betrieb von Waschmaschinen, Spülmaschinen sowie Vollbäder.“

Das Bürgertelefon
ist wieder aktiviert

Für alle Betroffenen ist auch wieder ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 08062/59252 eingerichtet worden. Zwar sind insbesondere die Ortsteile Waldheim und Heufeld betroffen. Das Einleit-Verbot in das Kanalsystem gilt jedoch generell und für die ganze Gemeinde. Die Verwaltung bittet die Bürger, auch alle Nachbarn, die womöglich betroffen sein könnten, ebenfalls zu informieren.

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