Bruckmühl – Wie kritisch ist die Lage in Teilen der Marktgemeinde Bruckmühl noch, nachdem die Verwaltung seit mehreren Tagen eindringlich vor Gefahren für das Kanalsystem und zahlreiche Haushalte warnt? Nach Angaben der Kommune am Donnerstag bleibt die Situation noch immer angespannt, ein „wachsames Auge“ sei nach wie vor nötig. So komme es immer wieder noch zu Pegelspitzen. Vier Pumpen waren zu diesem Zeitpunkt am Klärwerk im Einsatz. „Die Lage bessert sich, aber nur sehr langsam und ist deshalb noch ernst“, so die Aussage der Marktgemeinde.
Feuerwehr und Verwaltung hätten demnach weiterhin ein wachsames Auge auf die Situation am Klärwerk und in den Kanalschächten. Man hoffe darauf, im Laufe des Tages eine deutliche Entschärfung der Situation zu haben, hieß es zu Beginn des Tages. Am Abend teilte eine Sprecherin der Marktgemeinde auf Nachfrage des Mangfall-Boten dann mit, dass sich die Situation zwar ganz langsam bessert, sie sei jedoch nach wie vor ernst.
„Seit dem Nachmittag bessert sich die Lage, der Grundwasserspiegel sinkt leicht“, hieß es seitens der Marktgemeinde. Die Pegel an den Messstellen würden allerdings noch extrem schwanken „zwischen 140 und 180“, normal ist 90.
Ein großer Dank, so die Verwaltung, gelte den vielen Einsatzkräften, die seit zweieinhalb Tagen im Dauereinsatz sind. Nach wie vor und generell gelte: „Kein abgepumptes Wasser aus Kellern oder Oberflächenwasser in das Kanalnetz oder die Straßenentwässerung einleiten. Dieses Fehlverhalten hatte zur aktuellen Überlastung und brenzligen Lage geführt. Nur in Privatgärten und Wiesen darf Wasser abgeleitet werden“, so die Gemeinde. Das Einleit-Verbot in das Kanalsystem gelte generell und für die ganze Gemeinde. Alle Maßnahmen, die den Kanal belasten, sind weiterhin zu vermeiden. Tipps der Gemeinde zur Entlastung des Systems: „Verzichten Sie vorerst auf den Betrieb von Waschmaschinen, Spülmaschinen sowie Vollbäder et cetera.“
Aufgrund vieler Anfragen erklärte die Gemeinde in einer Presseerklärung, dass Toiletten natürlich weiterhin genutzt werden dürfen.