Bruckmühl – Nach bangen Stunden in den vergangenen Tagen kamen aus Bruckmühl Ende der vergangenen Woche positive Nachrichten. Wie die Marktgemeinde mitteilte, entspannt sich die Situation am Kanal und an der Kläranlage. Dennoch sei zu betonen, dass die Belastung der Kläranlage auch nach wie vor noch über dem Normalbereich liegt, hieß es in einer Mitteilung.
Starke Regenfälle
als Ursache
Seit Beginn der vergangenen Woche hatte die Kommune infolge der starken Regenfälle darauf hingewiesen, dass aufgrund der Wassermengen und des steigenden Grundwassers die Kapazitäten der Kläranlage Bruckmühl ausgeschöpft sind. Da das Wasser deshalb in den Kanal rückgestaut werden musste, bestand seit Dienstag (17. September) ein Risiko für die umliegenden Haushalte. So bestand die Gefahr, dass es in Waldheim und Heufeld zu Wasser in den Häusern beziehungsweise Kellern durch den Kanal kommen kann.
Dank an Bürger, Lob
für Feuerwehren
Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren waren seitdem im Dauereinsatz. Die Verwaltung wies ihre Bürger immer wieder darauf hin, dass, wie generell gültig, kein abgepumptes Wasser aus Kellern oder Oberflächenwasser in das Kanalnetz oder die Straßenentwässerung eingeleitet werden dürfe.
Genau dies hatte nämlich zur Überlastung und brenzligen Lage geführt. So sei es lediglich erlaubt, das Wasser in Privatgärten und Wiesen abzuleiten. Bürgermeister Richard Richter appellierte an die Vernunft der Bruckmühler, zeigte gegenüber dem OVB aber zeitgleich Verständnis für Betroffene von vollgelaufenen Kellern, für die es „keine befriedigende“ Situation gewesen sei.
Nun, nach mehreren Tagen, konnte erstmals leichte Entwarnung gegeben werden. Laut Angaben der Gemeinde am Freitag könnten ab sofort etwa wieder Spülmaschinen und Waschmaschinen im normalen „haushaltsüblichen“ Rahmen genutzt werden. „Ein herzlicher Dank geht an alle Bürger und Bürgerinnen für ihr Verständnis und das disziplinierte Verhalten. Ein großes Lob geht auch an die Feuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz, die Kollegen vom Klärwerk und das Rathausteam/Katastrophenschutz unter anderem für die Betreuung des Bürgertelefons“, heißt es in einem Schreiben der Gemeinde. In dieser schwierigen Lage hätten „alle im perfekten Zusammenspiel diese Ausnahmesituation sehr gut gemeistert“.
Indes richtet sich der Blick auf die neuesten Wetterprognosen. Laut Angaben der Gemeinde ist in dieser Woche erneut Regen vorhergesagt, weshalb die Bevölkerung gebeten wird, sich über die aktuelle Situation auf der Gemeinde-Homepage oder in der App zu informieren. nbe