Eine kulturelle Institution

von Redaktion

„Maxlrainer Kultursommer“ besteht seit 25 Jahren

Tuntenhausen – Er gehört zum kulturellen Geschehen des Mangfalltals einfach dazu: der „Maxlrainer Kultursommer“. In diesem Jahr feiert er seinen 25. Geburtstag. Zweck des „Kulturfördervereins Mangfalltal in
Maxlrain“ ist die Förderung und Pflege des kulturellen Lebens in der Region. Dafür veranstaltet er alljährlich den „Maxlrainer Kultursommer“ sowie weitere kulturelle Veranstaltungen im Mangfalltal.

Künstler aus der Region fördern

Der „Maxlrainer Kultursommer“ hat sich in den vergangenen Jahren als Kulturereignis in der Region bestens bewährt. Mit seinen musikalischen Veranstaltungen an historischen Orten des unteren Mangfalltals möchte der Verein dazu beitragen, auf die Schönheit der Region hinzuweisen und sie bekannter zu machen. Ein besonderes Anliegen ist es, einheimische Gruppen und Interpreten aus dem Mangfalltal und der näheren Umgebung besonders zu fördern. Von anfangs elf Veranstaltungen steigerten sich die Angebote auf zurzeit durchschnittlich 18 Veranstaltungen jährlich.

Der Ehrenvorsitzende Sepp Ranner beschreibt die Zielsetzung des Vereins mit den Worten: „Man wolle den Bürgern die Musik und die Baudenkmäler der Heimat näherbringen. Deshalb gehe man mit den musikalischen Veranstaltungen auch zu historisch interessanten Orten der Region.“

Auch Vorsitzender Georg Weigl betont stolz: „Unsere Kirchen, die vielen alten Gasthäuser und die Schlösser bieten sich hierfür ja geradezu an.“ Jahr für Jahr stellen die Maxlrainer dafür ein Programm mit einer großen Bandbreite zusammen. Weigl fasst dabei die Ziele zusammen: „Fördern, fordern und präsentieren von heimischen Talenten.“ Für einen Blick in die Historie ist Sepp Ranner prädestiniert. Er plaudert gerne aus dem Nähkästchen, wie es damals war, als man den Kulturförderverein aus der Taufe hob. „Das war bei einem Gespräch bei einem schönen Bier in Maxlrain mit Günter Rott, dem damaligen Direktor der Schlossbrauerei. Wir wollten keine Kitschbrüder, sondern das Gestandene, Gewachsene, Gute fördern“, betonte Ranner. Günter Rott trug dann die Idee an Dr. Prinz Erich von Lobkowicz weiter, der sie begrüßte. Zugleich forderte Lobkowicz aber: „Den Vorsitz muss der Ranner machen.“ Und so kam es.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, Josef Ranner, Josef Haas, Rudolf Mittermüller, Josef Eder, Ingrid Kuhn, Lutz Ellermeyer, Dr. Günter Graßmann, Günter Rott, Emil Mathe, Roland Bräger, Sonja
Voigtmann, Rudolf Maier-Kleeblatt sowie Christine Borst.

Das Herzstück war von Anfang an die Opernbühne, auf der vergessene Werke bekannter Komponisten in der urigen Reithalle von Maxlrain bis heute aufgeführt werden.

Bei der Gründung konnte noch keiner die positive Entwicklung des Vereins vorhersehen. Im Jahr 2013 erhielt er für sein Wirken sogar den Kulturpreis des Wirtschaftlichen Verbandes Rosenheim. Zum 20-jährigen Jubiläum ernannte man Hannes Rott für seine Verdienste um den Kulturförderverein zum Ehrenmitglied. Sepp Ranner, der nach zwei Jahrzehnten an der Spitze das Zepter an den Tuntenhausener Bürgermeister Georg Weigl übergab, zum Ehrenvorsitzenden. Beim damaligen Jubiläumsakt konstatierte man eine „reiche Kulturernte“ in den ersten zwei Jahrzehnten des Bestehens.

Gegen Anonymität
in der Gesellschaft

„Kramerladen, Bankschalter, Bahnhöfe, alles fällt weg“, kritisierten die Redner bei der damaligen Feierstunde die wachsende Anonymität in der Gesellschaft. Selbst das Weihnachtsfest werde mittlerweile zu einer Einkaufsolympiade degradiert. Deshalb sei die Bedeutung des Fundaments aus christlichen Grundwerten und der Heimat besonders wichtig. „Was Tradition so lebendig macht, sind die Menschen, die sie hinaustragen“, betonten die Kulturförderer aus Maxlrain.

Sie sind stolz darauf, dass mittlerweile viele weitere Vereine und Organisationen kulturell aktiv sind. Aber: „Wir suchen interessierte Förderer, die uns bei unserer Arbeit unterstützen“, erklärte Weigl und verwies auf die Jahresversammlung am 13. November in der Schlosswirtschaft Maxlrain.

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